Pallins Geburtstagswunsch: “Ich hoffe, die Jungs singen nicht für mich“

Nach dem 3:2-Sieg beim KAC kommt Innsbrucks Eishockey-Coach Rob Pallin heute als Geburtstagskind (53) zum Training.

Brennt auch in seiner vierten Saison auf der Innsbrucker Trainerbank lichterloh – Headcoach Rob Pallin geht der Gesprächsstoff nicht aus.
© gepa

Von Alex Gruber

Innsbruck –Das 3:2 beim KAC war am Sonntag für die ersatzgeschwächten Haie ein „big win“. Der große Sieg begann mit pathetischen Worten von Headcoach Rob Pallin: „Ich habe in der Kabine bei all den Umständen (Ausfälle von Spurgeon, Thörnberg und Pedevilla, Anm.) zu den Spielern gesagt: Wir sind nicht hier, um zu sterben, sondern um ein Spiel zu gewinnen.“

Gesagt, getan. Denn Pallin fordert in seiner bereits vierten Saison „passion“ (Leidenschaft) ein. „Der Sieg in Klagenfurt war eine große Teamleistung. Ich will nicht über Imports oder Tiroler sprechen. Wir sind eine Mannschaft“, diktierte er, um dann doch mit Goalie Scott Darling, Doppeltorschütze Joel Broda, Edelroutinier John Lammers oder den aufopferungsvoll kämpfenden Eigengewächsen Lukas Bär und Clemens Paulweber einige beim Namen zu nennen.

Pallin kennt sich im Haifischbecken ja schon länger gut aus: „Meine vierte Saison in Innsbruck ist Realität. Wir sind schon gestolpert und haben mit Verletzungen zu kämpfen. Aber wir haben jetzt, seit ich hier bin, mit Sicherheit die Mannschaft, die am härtesten arbeitet.“

Mit kleinem Kader bewegt sich Pallin mit seiner Truppe in der Erste Bank Eishockeyliga weiter auf dünnem Eis, um nach 2017 und 2018 ein drittes Mal die Play-off-Teilnahme zu lösen. Der bislang längstdienende Haie-Trainer führt seine positive Grunddurchgangstatistik nach 179 Spielen mit 83 Siegen und 78 Niederlagen an. Ob er noch länger bleibt?: „Das wird man sehen. Ich will gewinnen und eine Entwicklung sehen.“ Punkt zwei gilt auch für den Klub. Dann könne er sich auch eine fünfte Saison in Innsbruck („Ich liebe es, hier zu arbeiten“) vorstellen.

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Nach freiem Montag schreitet er heute mit einem Wunsch als Geburtstagskind zum Training: „Ich hoffe die Jungs singen nicht für mich.“ Der Nachmittag gilt dann Frau Dora sowie den Töchtern Emily (3,5 Jahre) und Lina Rose (20 Monate), die ja beide „Tirolerinnen“ sind. Die Haie-Kerze brennt um Pallin.


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