Osttiroler fährt mit Glockner-Gemälde zur Malolympiade nach Indien

Der pensionierte Polizist Herbert Gaschnig vertritt Österreich mit seinem Aquarell bei der Olympiart 2019 im Dezember in Neu-Delhi.

„Ski Circuit Großglockner“ heißt das Aquarell, das für den Malwettbewerb in Indien nominiert wurde.
© Gaschnig

Von Catharina Oblasser

Oberlienz, Neu-Delhi –Unter den mehreren hundert Teilnehmern, die für die internationale Kunstausstellung „Olympiart 2019“ ausgewählt wurden, ist auch ein Osttiroler: Herbert Gaschnig. Er wird Anfang Dezember nach Neu-Delhi reisen, wo die Großveranstaltung im Indira Ghandi National Centre of Art stattfindet. Von 7. bis 13. Dezember ist der 71-Jährige mit dabei. Qualifiziert hat sich Gaschnig mit seinem Aquarell „Ski Circuit Großglockner“, welches das Skigebiet in Kals vor dem Hintergrund des höchsten Berges von Österreich darstellt.

„Ich bin für das Bild zuerst zur Adler Lounge gefahren und dann ein Stück über den Skiweg hinunter“, beschreibt Gaschnig den Werdegang seines Bildes. „Da gibt es einen Platz, von dem man den Glockner direkt im Blick hat.“ Die Vorarbeiten – eine Skizze und Fotos – erledigte der Künstler vor Ort, gemalt wurde dann zuhause. „Im Freien wäre es viel zu kalt gewesen“, schmunzelt er.

Herbert Gaschnig hatte einen Beruf, der der Kunst nicht besonders nahe steht: Er war bis zu seiner Pensionierung 2009 Polizist, zuletzt im Bezirkskommando in Lienz. „Gemalt habe ich aber schon immer gerne“, sagt er. „Es war natürlich auch ein guter Ausgleich zu meiner beruflichen Tätigkeit.“ Viele Fertigkeiten eignete sich der Maler autodidaktisch an, zusätzlich besucht er häufig Malwochen und Kurse. Landschaften gehören zu seinen Lieblingsmotiven. „Die Berge sind meins“, so der vierfache Familienvater.

Herbert Gaschnig liebt die Malerei seit seiner Schulzeit.
© Gaschnig

Neben der Aquarell- und Acrylmalerei ließ sich Gaschnig auch in Elbingenalp in der Schnitzschule ausbilden. Eine weitere Kunstform, die der Oberlienzer liebt, ist die Chormusik. „Ich bin Mitglied des Männergesangsvereins Matrei und singe im Kirchenchor von Oberlienz“, führt Gaschnig aus.

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Der jung gebliebene Pensionist betrachtet es als große Ehre, für die Olympiart 2019 ausgewählt worden zu sein. „Es ist ein Höhepunkt in meiner Laufbahn“, freut sich der Osttiroler Künstler. Neben Gaschnig sind sechs weitere Österreicher nach Neu-Delhi eingeladen, darunter zwei Tiroler, die aus Vomp und aus Telfs kommen.

Steckbrief

Herbert Gaschnig: Der Osttiroler ist 71 Jahre alt, Vater von vier Kindern und lebt in Oberlienz. Bis 2009 war er Polizist, zuletzt stellvertretender Bezirkskommandant in der Polizeiinspektion Lienz. Als Maler ist er Autodidakt, besuchte aber viele Kurse, unter anderem bei Alvaro Castagnet und in der Meisterklasse Martin Lutz.


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