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Runter mit den Baukosten

Bauen wird immer teurer. Die Auswirkungen sind auch im gemeinnützigen Wohnbau spürbar. Die NEUE HEIMAT TIROL (NHT) prüft neue Ansätze.

Hochkarätige Runde bei der dritten NHT-Zukunftswerkstatt (v.?l.): Hanno Vogl-Fernheim, Helmut Spiehs, Thomas Bodner und NHT-Geschäftsführer Hannes Gschwentner.
© NHT/Berger

„Die aktuelle Hochkonjunktur in der Bauwirtschaft führt dazu, dass wir unsere Projekte mehrfach anpassen müssen, um den von der Wohnbauförderung vorgegebenen Preisdeckel zu erfüllen. Um künftig weiterhin ausreichend leistbare Wohnungen für die Tirolerinnen und Tiroler errichten zu können, braucht es neue Ansätze", steht für NHT-Geschäftsführer Hannes Gschwentner fest.

Know-how aus Tirol

Die Zillertaler binderholz-Gruppe ist seit Längerem im Bereich des Systembaus international sehr erfolgreich: Für Marriott International wird derzeit der neue Anbieter Moxy Hotels in Holzfertigteilbau hochgezogen. „Es werden industriell schlüsselfertig vorgefertigte Hotelzimmer in kürzester Zeit geliefert", erklärt Geschäftsführer Helmut Spiehs. „Dasselbe Konzept ist natürlich auch auf den Wohnbau anwendbar."

In den skandinavischen Ländern sowie in Deutschland gibt es bereits erste Testläufe. Gschwentner: „Ein Vorteil ist, dass über den Systembau sehr schnell sehr viele Wohneinheiten errichtet werden können."

Auch das Tiroler Unternehmen Bodner Bau setzt mittlerweile auf die industrielle Fertigung: „Wir können aus heutiger Sicht 98 Prozent der Elemente in Fertigteilen produzieren. Auf lange Sicht wird die Baustelle dadurch schneller und günstiger", ist Geschäftsführer Thomas Bodner überzeugt.

Gegen den Einheitsbrei planen

Architektenkammer-Präsident DI Hanno Vogl-Fernheim zeigte sich im Rahmen der Diskussion der NHT-Zukunftswerkstatt durchaus aufgeschlossen: „Wir wollen keinen Einheitsbrei, daher wird es die Architekten als planerische Instanz auch in Zukunft brauchen. Der Systembau kann aber ein sinnvoller Beitrag sein. Dazu braucht es aber auch die entsprechenden Rahmenbedingungen, etwa im Bereich der Stadtplanung und Bauordnung."

Die Neue Heimat Tirol plant als erster gemeinnütziger Bauträger in Westösterreich die Umsetzung eines Projekts bis ins Jahr 2021.

WEITERE INFOS: https://neueheimat.tirol/unternehmen/-nht-zukunftswerkstatt


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