Renovierung der Arkaden ist ein Muss

Ein Teil der Arkaden am Friedhof in Jenbach musste schon vor Monaten gesperrt werden. Die dringende Dachsanierung wurde nun gestartet.

Handlungsbedarf sah Pfarrer Wolfgang Meixner beim Dach der Arkaden, die zu den 16 Baudenkmälern in Jenbach zählen.
© Zwicknagl

Von Walter Zwicknagl

Jenbach –„Bei den Arkaden muss bald etwas geschehen“, hatte der Jenbacher Pfarrer Wolfgang Meixner schon vor drei Jahren gesagt, als die große Außenrenovierung der Pfarrkirche St. Wolfgang und St. Leonhard gestartet wurde. Vor wenigen Wochen konnte dieses Vorhaben erfolgreich abgeschlossen werden.

Und als dringende Notmaßnahme wird jetzt am Arkadendach gearbeitet. Denn Teile der Arkaden mussten schon vor einigen Monaten gesperrt werden, weil Gefahr im Verzug war. „Vor allem das Dach machte uns Kummer. Durch den Wassereintritt haben sich Marmorplatten gesenkt und im Gewölbe gab es etliche Risse. Noch länger zuzuwarten, wäre nachlässig“, beschreibt Pfarrer Meixner die Situation. Finanzielle Unterstützung erwartet er durch das Bundesdenkmalamt, die Diözese, die Landesgedächtnis­stiftung und das Land Tirol. „Spendengeld wird dafür aber nicht eingesetzt“, stellt der Pfarrer eindeutig fest.

Im Jahr 1892 hatte man bei einer Friedhofsvergrößerung beschlossen, „eine Arkadenreihe zur Aufnahme der Grabstätten der örtlichen Oberschicht anzulegen“, wie es in einer Beschreibung des Denkmalamtes heißt. Dabei wurde auch eine Lourdesgrotte errichtet. Die Anlage, die 1893 fertig gestellt war, wurde im neugotischen Stil errichtet und kostete damals 6000 Gulden. Ein Blickfang ist der Giebel mit einem Mosaik des Auferstandenen und einer Porträtbüste des damaligen Sensenwerkbesitzers Franz Huber. Das Baumateria­l hat laut Chronik das Jenbacher Berg- und Hüttenwerk zur Verfügung gestellt.

„Bei uns gehen die Baustellen nicht aus“, vermerkt Pfarrer Meixner. Derzeit liege das Hauptaugenmerk auf der Dacherneuerung, in einem zweiten Schritt werde man sich mit weiteren notwendigen Arbeiten beschäftigen.

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