Kein Winterschlaf fürs Imster Fahrradkonzept

Mountainbiken, Elektrobiken oder einfach nur Genussradln: Sowohl im Nahverkehr als auch touristisch ist Radfahren Thema.

Der digitale Entwurf des Imster Radkonzeptes liegt auf dem Tisch und wird sukzessive, je nach Finanzkraft, abgearbeitet und verbessert.

Von Thomas Parth

Imst –Die Stadt Imst nimmt sich der wachsenden Zahl der Radfahrer in und um Imst an. Der Umwelt-, Energie- und Naturschutzausschuss unter Obmann GR Norbert Praxmarer hat die Stadt mit Gefolgsleuten „beradelt“. Herausgekommen ist ein Masterplan.

Dieses „Wunschprogramm“ wird in Zukunft, je nach Dringlichkeit und je nach Gemeindesäckel, abgearbeitet. „Generell mussten wir feststellen, dass wir in Sachen Radwege und Mobilität nicht allzu gut aufgestellt waren“, führt Norbert Praxmarer aus.

Das Imster e5-Team wird von Barbara Erler-Klima von Energie Tirol sowie von Gisela Egger von der KEM (Anm.: Klimamodellregion) begleitet. „Das erleichtert uns z. B. die Vernetzung mit dem Tourismus bzw. der Tirol Werbung“, hebt Praxmarer hervor. „Im Gurgltal haben wir 300 Schilder aufgestellt“, weiß dazu Imst-Tourismus-GF Thomas Köhle zu berichten: „Bei uns ist Radfahren ein großes Thema, das wir auf allen Ebenen vom E-Bike, Mountainbike bis zum Rennrad spielen wollen.“ Köhle bestätigt die Zusammenarbeit über mehrere TVB-Grenzen hinweg. Als Beispiel nennt er die „Tschirgant-Runde“, welche neben Imst Tourismus auch den Ötztal Tourismus und Innsbrucks Feriendörfer betrifft.

Im Windschatten dieser Initiativen bewege sich die Stadt Imst, wie GR Praxmarer bestätigt: „Wir haben ein innerstädtisches Radwegekonzept erstellt.“ Als allgemein positiv empfunden wird die sachorientierte Herangehensweise des Ausschusses über die Fraktionen hinweg. „Bauamtsleiter Niki Larcher ist ebenfalls über unsere Bemühungen informiert.“

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Auch konnte man die Stadtpolizei und den Verkehrsplaner Friedrich Rauch dazu gewinnen, sich mit dem Rad-Thema zu beschäftigen. „So wurden einige Knackpunkte ausgemacht“, weiß Praxmarer. Mit im Boot auch Ersatz-GR Herbert Hafele: „Im kommenden Jahr 2020 werden die städtischen Radwege, nach dem Vorbild der Touristiker, beschildert und markiert. Das wird etwa Anfang Mai umgesetzt.“ Modernen Rädern mit Scheibenbremsen entsprechende Radanlehnbügel wurden bereits bestellt. „Diese werden, sobald der Schnee weg ist, an den Neuen Mittelschulen, bei Rathaus und Schwimmbad sowie im Sportzentrum aufgestellt“, freut sich Praxmarer. Im Rahmen der Aktion „Imst sammelt Mist“ wolle man ein Umweltfest veranstalten und so alle Neuerungen und Zukunftsvisionen des e5-Teams „unter die Leute bringen“ und für weitere, niederschwellige Bewusstseinsbildung sorgen. „Beim Busterminal am Postplatz sind Rad-Abstellboxen angedacht. Und sobald es zu eBus-Tests oder -Umsetzungen kommt, hat Imst beim Verkehrsverbund Tirol bereits sein Interesse bekundet“, zeigt Praxmarer auf.

„Mich freut es, dass aus der Bevölkerung rasch eine Rückmeldung gekommen ist, was das Radkonzept betrifft. Von der Seniorenradgruppe etwa kam der Wunsch nach einer Verbreiterung des bestehenden Fußweges um eine Radlspur Richtung Weinberg“, ist Praxmarer froh über aktive Bürgerbeteiligung.


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