„Sogar Brettspiele gibt es online“

Der Smyths-Toys-Chef für Österreich und die Schweiz Franz Schweighofer setzt auf Kundenservice.

Franz Schweighofer leitete erst die Toys-’R’-Us-Filialen und nun die Smyths-Toys-Superstores in Österreich und der Schweiz.
© Foto TT/Rudy De Moor

Von Verena Langegger

Innsbruck –Anfang des Jahres wurden die 16 Toys ’R’ Us in Österreich von der irischen Spielwarenkette Smyths Toys übernommen, der Chef Franz Schweighofer blieb den Spielwaren treu. Während Toys ’R’ Us mit dem Bestpreisangebot arbeitete, stellte Smyths Toys auf Bestpreisgarantie um. „Wir haben also Preise wie bei Amazon“, erklärt Schweighofer: „Preis­beobachtungsmaschinen checken online die Preise, einmal pro Tag werden diese dann – automatisch – geändert.“

Die Geschäfte liefen schon bei Toys ’R’ Us gut, – und auch bei Smiths Toys ist Schweig­hofer zufrieden. In Österreich lag der Umsatz 2018 bei 90 Millionen Euro, die Smyths-Toys-Gruppe erzielte gesamt einen Umsatz von 1,5 Mrd. Euro. Es gebe in Österreich ja auch kein­e weiteren großen Ketten, ein kleines Sortiment werde bei Müller, Spar oder Hofer verkauft, ansonsten seien da nur kleine Spielwarengeschäfte. Die Smyths-Toys-Erfolgsstrategie heißt „Warenverfügbarkeit“, alles sollte da sein. Das Weihnachtsgeschäft sei „der größte Umsatzbringer“ (vor Ostern und in Tirol auf Platz 2: der Gotlpack). „Im Dezember wird drei- bis viermal so viel verkauft wie in einem anderen Monat“, sagt Schweighofer.

Auch bei Spielsachen sei eine Veränderung von „analog zu digital“ zu beobachten. „Sogar Brettspiele gibt es bereits online.“ Spielwaren werden auch immer technischer, durch Kleinroboter, Drohnen oder „smarte“ Puppen. Trotzdem gebe es auch weiterhin Plüschteddys, Playmobil oder Lego. Trends bei Spielwaren bestimmen nicht nur die Hersteller, sondern auch die Merchandising-Abteilung von Disney.

Einkaufen im Laden bleibt für Schweighofer trotz des Erfolgs des Online-Einkaufens auch weiterhin attraktiv: „Man muss Spielsachen im Laden sehen und angreifen.“ Pluspunkt im stationären Handel, auch bei Smyths Toys, sei das Kundenservice. Gerade bei Reklamationen werde der direkte Kontakt geschätzt. Die zwei Smyths-Toys-Geschäft­e in Innsbruck und Wörgl werde­n derzeit adaptiert, zu den 55 Mitarbeitern kommen im Weihnachtsgeschäft noch etliche dazu.

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