Alitalia: Regierung verschiebt Verkaufsfrist auf Ende Mai 2020

Die italienische Regierung will der Airline einen weiteren Brückenkredit gewähren. In den vergangenen Monaten hatte die Regierung die Verkaufsfrist bereits achtmal verschoben.

Für den 13. Dezember kündigte die Gewerkschaft erneut Streiks an. (Archivfoto)
© Reuters

Rom – Die italienische Regierung startet mit einem neuen Verfahren zum Alitalia-Verkauf. Die Verkaufsfrist läuft am 31. Mai 2020 ab, verlautete es aus Regierungskreisen. Eine Verkaufsfrist war am 21. November zu Ende gegangen, ohne dass sich ein Konsortium für die Übernahme der maroden Airline gebildet hätte. In den vergangenen Monaten hatte die Regierung die Verkaufsfrist bereits achtmal verschoben.

Die Regierung um Premier Giuseppe Conte will der krisengeschüttelten Fluggesellschaft Alitalia einen weiteren Brückenkredit gewähren. Ein entsprechendes Dekret soll von der Regierung Conte im Einklang mit der EU-Kommission verabschiedet werden. Der Brückenkredit dürfte circa 400.000 Euro betragen. Damit soll bei Alitalia der Flugbetrieb weiterhin aufrechterhalten bleiben. Wie die italienische Verkehrsministerin Paola De Micheli am Montag mitteilte, sollen die drei Regierungskommissare, die zurzeit die Alitalia verwalten, Maßnahmen ergreifen, um die Airline neu zu strukturieren und sie effizienter zu gestalten.

Alitalia ist seit Mai 2017 insolvent und wird mit staatlichen Überbrückungskrediten in der Luft gehalten. Seit Monaten verlängert die Regierung in Rom die Verkaufsfrist für die Airline, ohne dass Licht am Ende des Tunnels in Sicht ist. Die Rettung der Alitalia beschäftigt die italienischen Regierungen schon seit Jahren. Ein Streik in der italienischen Luftfahrtbranche ist am 13. Dezember geplant. (APA)

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