Helikoptereltern bis an die Uni: „Ich bin mit dieser Note unzufrieden“

Helikoptereltern assistieren ihren Kindern nicht nur in der Schule, sondern auch an der Uni. Ihre Absichten sind die besten, die Folgen mitunter fatal.

So manche Eltern nehmen ihre Kinder an der Hand und würden sie am liebsten nie mehr loslassen.
© istock

Von Judith Sam

Innsbruck –Es ist eine Sache, wenn die Mama ihrem Sechsjährigen hilft, die Hausübung zu machen. Aber welcher Student fühlt sich beim Gedanken wohl, dass der Papa bei seinem Universitätsprofessor anruft, weil er dessen Prüfungsfragen zu schwer fand? „Dieses Beispiel klingt überspitzt, ist an Innsbrucks Universität jedoch manchmal Realität“, sagt Christian Kraler vom Innsbrucker Institut für Lehrerbildung. Er und seine Kollegen beobachteten während der letzten Jahre vermehrt, wie Eltern und Großeltern die Studenten zu Sprechstunden begleiteten, während Prüfungen vor den Hörsälen warteten oder Notenschlüssel reklamierten: „Solches Einmischen kannte man bisher etwa aus dem medizinischen Bereich. Macht ein Arzt einen scheinbaren Kunstfehler, muss er sich schon fast einen Rechtsanwalt suchen.“

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