Osterfestival Tirol: Künstler geeint in der Frage nach „Frieden?“

Das Wort, an dem Existenz, Hoffnung und Gebet hängen, wird kommendes Frühjahr das 32. Osterfestival Tirol prägen: Friede. Als Motto über ein...

Tänzerinnen und Tänzer von „Bodhi Project“ erforschen in „Routes“ Raum und Zeit.
© Bernhard Müller

Das Wort, an dem Existenz, Hoffnung und Gebet hängen, wird kommendes Frühjahr das 32. Osterfestival Tirol prägen: Friede. Als Motto über einen dichten, anspruchsvollen Veranstaltungsreigen hinaus drängender formuliert: „Friede?"

„In einer Zeit der steten Konflikte ist die Frage nach der Möglichkeit des Friedens in unserer Gesellschaft unvermeidbar. Die verschiedenen Kunstformen stellen verschiedene Positionen dar", sagt Osterfestival-Leiterin Hannah Crepaz und legt das Programm offen.

Vom 27. März bis zum 12. April 2020 versuchen in Innsbruck und Hall Künstlerinnen und Künstler aus aller Welt, dem Wunsch nach Frieden und der Frage nach dessen Umsetzung im Kleinen und Großen auf den Grund zu gehen. Ab dem traditionellen Vorweg-Projekt „40 Orte", vereinen sie sich zu Alter und Neuer Musik, Tanz und Performance, Film und Aktion.

Das Festival beginnt mit der tänzerischen Reise „Routes" von Bodhi Project, wobei Guy Nader und Maria Campos in ihrer Choreographie zeitgenössischen Tanz, Akrobatik, Rhythmus und Musik temporeich verbinden. Der Karfreitag ist das Datum für „Sarab", Flüchtlingsnot, vorgeführt von Regisseur Paul Evans und der Palestinian Circus School. Im tänzerischen Finale am Ostersonntag wird „The show must go on", Jérome Bels kraftvolles Kultstück, gezeigt.

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Kamal und Jamal Hashemi (Regie/Text) aus dem Iran bringen ihr Stück „It's a good day to die". Im Innsbrucker Leokino werden die Filme „Dancer in the dark", „Die 120 Tage von Sodom" und „Krieg & Spiele" laufen. Im Treibhaus und im Literaturhaus gibt es Lesungen mit Gespräch.

Im Konzertprogramm ist Sopranistin Sarah Maria Sun mit Dieter Schnebels Einakter „Yes, I will, Yes!" zu erleben. Pianist Markus Hinterhäuser taucht „... im Rausch der Emotionen" in die Welt der Galina Ustvolskaya ein. Lautenlegende Hopkinson Smith und Mezzosopranistin Tanja Vogrin kommen mit Musik von Monteverdi und Frescobaldi. Lamentationen von Jan Dismas Zelenka bringt das Collegium 1704.

Bachs Matthäuspassion wird vom Collegium Vocale Gent unter Philippe Herreweghe aufgeführt. Das Ensemble Phace setzt mit Saariaho, Troiani und einer Uraufführung von Johannes Maria Staud auf Zeitgenössisches. (u.st.)

Programm-Info: www.osterfestival.at


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