Neues Gesundheitstelefon läuft in Tirol erst richtig an

1450, die Nummer vom Gesundheitstelefon: Im Vergleich zu anderen Bundesländern muss der Bekanntheitsgrad in Tirol noch gesteigert werden.

Symbolfoto.
© Rehfeld

Innsbruck, Wien –Seit November ist es auch in Tirol installiert: das neue Gesundheitstelefon 1450. Auf Plakaten im ganzen Land beworben, braucht es allerdings noch eine Steigerung des Bekanntheitsgrades, wie Zahlen des Sozialministeriums und der Sozialversicherungsträger in einer ersten Zwischenbilanz zeigen: Im Schnitt wählen monatlich zwischen 200 und 7200 Anrufer mit medizinischen Fragen die Nummer, allerdings gibt es hier ein Ost-West-Gefälle. Während es in Tirol 456 Menschen sind, die im November angerufen haben, sind es in Vorarlberg um einige mehr, nämlich 2150, gewesen.

Insgesamt suchten seit Beginn der ersten Pilotphasen 266.000 Anrufer bei der Hotline um Beratung an. Von diesen Anrufern ergaben sich laut Sozialministerium 187.000 tatsächliche Beratungsgespräche, die restlichen Gespräche waren unter anderem Auskünfte zu Öffnungszeiten. In knapp 60 Prozent der Fälle wurde als empfohlener Versorgungsort von dem am Telefon installierten Diplom-Pflege-Personal der niedergelassene Arzt genannt. Etwa 70 Prozent der Anrufer hielten sich an die Empfehlung.

Häufige Symptome bei Anrufen seien Erbrechen, Rücken-, Kopf- und Brustschmerzen. Genutzt wird das Angebot vor allem von jüngeren Menschen und Eltern. Noch nicht ganz in den Köpfen der Bevölkerung angekommen sei, dass das Gesundheitstelefon kein Notruf, aber doch rund um die Uhr erreichbar und bei Beschwerden da ist. (TT, lipi)


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