WSG gegen Salzburg, oder mit sechs gegen 113 Millionen Euro

Das Gastspiel in Salzburg (Samstag, 17 Uhr/live TT.com-Ticker) verlangt der WSG Swarovski Tirol alles ab. Gegen den CL-Teilnehmer müssen die Tiroler „Gras fressen“.

Die WSG will mit viel Herzblut die Bullen zähmen – Defensivkraft Michael Svoboda (l.) ist ein Musterbeispiel, wie man sich hochdienen kann.
© gepa

Von Alex Gruber

Wattens — WSG-Coach Thom­my Silberberger bereitet bei ein paar personellen Fragezeichen (Lukas Grgic quälen Oberschenkelprobleme; Flo Buchacher ist erkrankt) gerade seinen Sechs-Millionen-Euro-Kader auf das Treffen mit jenem von Champions-League-Starter Red Bull Salzburg vor. Der Kader der Jungbullen um den norwegischen Jungstar Erling Haaland wird auf 113 Millionen taxiert und hat ein weltweites Scouting-Netz hinter sich, von dem nicht nur sämtliche österreichischen Bundesligisten einfach nur träumen können.

Man(n) muss sich dem morgigen Spiel in der Red-Bull-Arena mit dem nötigen Augenmaß nähern. Denn Bundesliga-Aufsteiger WSG Tirol suchte sich seine Verstärkungen in den vergangenen Jahren auch im Harder Waldstadion (Sebastian Santin) oder beim FC Stadlau (Michael Svoboda). Es steckt viel Regionalliga in den eigenen Reihen. So kometenhaft sich auch der Aufstieg eines Svoboda liest, der vor eineinhalb Jahren noch in der dritten Liga kickte.

„Es ist beeindruckend, was Salzburg leistet. Ich hätte mir nicht gedacht, dass sie in dieser Champions-League-Gruppe mit Liverpool so gut mithalten können", streut Florian Rieder dem kommenden Gegner Rosen. Im Wissen, dass man am Samstag richtig viel „Gras fressen" muss.

Mit einer ähnlichen Naivität bei den Gegentoren wie zuletzt bei der 1:5-Heimniederlage gegen Sturm könnte das Gastspiel bei den Bullen richtig bitter werden. Das „Viel-Glück-System", wie Silberberger die Spielanlage mit einem „Autobus vor dem Tor" und einigen Umschaltmomenten in die Offensive nennt, kann nur bei einer Fehlerminimierung greifen.

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Kein Schonprogramm beim Serienmeister

„Es wird megaschwer. Und ganz egal, wer spielt: Es wollen sich bei Salzburg sicher alle für einen Startelf-Einsatz am Dienstag gegen Liverpool empfehlen", hegt Silberberger im WSG-Lager zu keiner Sekunde den Verdacht, dass der österreichische Serienmeister morgen nur mit halber Kraft auflaufen könnte. Zumal die beiden Remis gegen die Admira (1:1) und St. Pölten (2:2) aus Sicht der Salzburger zuletzt schon vier verschenkte Punkte bedeutet haben.

Florian Toplitsch fehlt gesperrt. Die Gefahr einer Gelbsperre ist bei vier weiteren Akteuren (Svoboda, Hager, Grgic, Yeboah) gegeben. Zurückziehen ist in Salzburg aber keine Option, wenngleich eine Woche später das Heimspiel gegen Mattersburg wartet.


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