Schwerpunkt liegt in Telfs auf dem Ortskern

Der Telfer Budgetentwurf für 2020 sieht Investitionen von 6,1 Mio. Euro vor – ein Großteil davon fließt in die Zentrums-Attraktivierung.

Die Neugestaltung des Telfer Ortszentrums inklusive Begegnungszone schlägt sich im Budget für 2020 deutlich nieder.
© Teresa Stillebacher + wildruf fo

Telfs –Seit Donnerstag liegt der Budgetentwurf der Marktgemeinde Telfs fürs Jahr 2020 zur öffentlichen Begutachtung auf. Der Gemeinderat befindet am 19. Dezember darüber, BM Christian Härting nannte Medienvertretern gestern einige Eckdaten: Das Budget – das aufgrund der „Voranschlags- und Rechnungsabschlussverordnung“, also des neuen Systems der Rechnungslegung, nicht direkt mit den Vorjahren vergleichbar ist – umfasst im Finanzierungshaushalt 42,6 Mio. Euro. Der Ergebnishaushalt (also inklusive Abschreibungen) weist ein negatives Nettoergebnis von 925.000 Euro aus. Letzterer muss im Gegensatz zum Finanzierungshaushalt aber nicht ausgeglichen sein – auch wenn dies laut Härting mittelfristig erreicht werden soll.

Enthalten sind im Budget Investitionen von insgesamt 6,1 Mio. Euro – wobei ein Gutteil in Impulse fürs Ortszentrum fließt: Allein 2,7 Mio. Euro sind für die geplante Ortskern­erneuerung samt Begegnungszone vorgesehen, dazu kommen die neue Bücherei und Spielothek am Wallnöferplatz und das Bürgerservicebüro im Obermarkt. Weitere große Brocken sind der Neubau der Park-&-Ride-Anlage am Bahnhof Telfs-Pfaffenhofen (wird am Montag feier­lich eröffnet), das neue Abfallwirtschaftszentrum (geht mit 2. Jänner in Betrieb) oder Sanierungsarbeiten bei den Sport- und Veranstaltungszentren. Für die Investitionen werden neue Darlehen über 2,3 Mio. Euro aufgenommen. Dennoch komme es zu keiner Netto­neuverschuldung, „weil wir jährlich auch sehr viel tilgen“, erklärt Härting. Das Land Tirol habe Bedarfszuweisungen über 1,2 Mio. Euro zugesagt, freut sich der Ortschef – 650.000 Euro für den Umbau im Ortszentrum, 300.000 bzw. 150.000 Euro für Bücherei und Bürgerservice, 100.000 Euro für die Sanierung der Elektro­technik in der Volksschule Augus­t Thielmann.

Viele Maßnahmen könne die Gemeinde aus den laufenden Einnahmen decken, ergänzt Härting, darunter 1,03 Mio. Euro für den Straßenbau, 116.000 Euro für den Ankauf eines Büroteils von der Raika, 80.000 Euro für die Erweiterung der Straßenbeleuchtung oder 33.000 Euro für einen neuen Bolzplatz beim Jugendzentrum Chilli.

Härtings Fazit: Telfs stehe finanziell trotz großer Projekt­e „stabil da“. Dazu trägt besonders die Kommunalsteuer bei, die heuer – auch dank großer Investitionen von Telfe­r Betrieben – erstmals die 5-Mio.-Euro-Marke knackt. (md)


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