Schlepper mischten sich unter „Alan Kurdi“-Migranten

Die italienische Polizei hat am Freitag im sizilianischen Messina drei mutmaßliche Schlepper festgenommen. Sie hatten sich unter die Migranten gemischt, die am Mittwoch an Bord des Rettungsschiffs „Alan Kurdi“ der deutschen NGO Sea Eye mit 61 Migranten an Bord eingetroffen waren, teilte die Polizei am Freitag mit.

Die drei mutmaßlichen Schlepper im Alter von 21 und 25 Jahren stammen aus dem Sudan, Somalia und Senegal. Sie sollen beträchtliche Geldsummen kassiert haben, um die Migranten nach Italien zu bringen. Dabei hätten sie das Leben der Migranten aufs Spiel gesetzt und sie auf unmenschliche Weise behandelt, berichtete die Polizei.

Die Flüchtlinge an Bord der „Alan Kurdi“ waren vergangene Woche im Mittelmeer gerettet worden. Sie wurden in einer Flüchtlingseinrichtung in Messina untergebracht. Danach beginnt die Umverteilung auf mehrere Länder, die sich zur Aufnahme bereit erklärt haben, darunter Frankreich und Deutschland.


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