Hufnagl, Kreundl überzeugten mit sechsten EM-Finalrängen

Der dritte von fünf Wettkampftagen der Kurzbahn-Europameisterschaften der Schwimmer ist der bisher erfolgreichste des österreichischen Schwimm-Teams gewesen. Bei gleich drei Finalteilnahmen gab es sechste Plätze durch Claudia Hufnagl über 200 m Delfin und Lena Kreundl über 100 m Lagen sowie einen achten Rang durch Lena Grabowski über 200 m Rücken. Christopher Rothbauer wurde über 100 m Brust 16.

Sowohl Hufnagl als auch Kreundl zeigten in der Freitag-Abendsession starke Leistungen. Die Wienerin Hufnagl hatte die kraftraubende Delfin-Strecke dreimal schwimmen müssen, da sie nach dem Vorlauf in ein Swim-off um den letzten Finalplatz musste. Dieses entschied sie in der nationalen Rekordzeit von 2:06,76 Sek. für sich, im Endlauf blieb die 23-Jährige nur 3/100 Sek. über dieser Marke. Die Oberösterreicherin Kreundl verbesserte ihre ein Jahr alte OSV-Bestleistung um 0,10 Sek. auf 59,36 Sek.

„Ich bin mega-happy, dass nach den Belastungen der letzten Monate mit der Umsiedlung in die Schweiz alles so gut geklappt hat“, sagte die 22-Jährige vom SC Uster. „Optimales Rennen, optimale Zeit und eine sehr gute Platzierung.“ Schon 2017 war Kreundl EM-Sechste gewesen. Für Hufnagl war es hingegen die EM-Finalpremiere: „Ich kann es noch gar nicht richtig realisieren. Mit dem österreichischen Rekord im Vorlauf ist dazu einer meiner großen Träume in Erfüllung gegangen“, meinte die 23-Jährige.

Beide OSV-Damen setzen sich für das neue Jahr das Olympia-Limit das Ziel, Grabowski hat das schon in der Tasche. Die erst 17-jährige Burgenländerin blieb in 2:07,16 Min. 0,80 Sek. über ihrem OSV-Rekord vom Vormittag, war aber nicht sonderlich enttäuscht. „Finale war extrem wichtig, das hat mich auch sehr gefreut.“ Rothbauer blieb in 58,35 Sek. um 0,55 Sek. hinter seiner Marke bei Vorlaufrang sechs und damit hinter seinen Erwartungen. Über 200 m Brust war der 21-Jährige Neunter gewesen.

International zeigte Katinka Hosszu auf, die Ungarin gewann die Finali mit Hufnagl und Kreundl. Es waren ihre bei internationalen Titelkämpfen Titel Nr. 61 und 62 bzw. Medaillen Nr. 91 und 92. In einem weiteren Damen-Rennen gab es über 4 x 50 m Kraul einen ex-aequo-Sieg der Niederlanden und von Frankreich, Dänemark lag nur 3/100 zurück. Bei den Herren fixierten Andreas Vazaios (GRE) im Finale über 200 m Lagen und Ilja Schymanowitsch (BLR) im Semifinale über 100 m Brust Europarekorde.


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