Kalifornien-Brände: Energieversorger will Milliarden zahlen

Nach dem verheerendsten Waldbrand in der Geschichte des US-Staates Kalifornien mit 86 Toten im vergangenen Jahr will der Energieversorger Pacific Gas and Electric (PG&E) 13,5 Milliarden Dollar (12,2 Milliarden Euro) zur Beilegung von Klagen zahlen. Eine Untersuchung der Feuerwehr hatte ergeben, dass das sogenannte Camp Fire durch marode Stromleitungen von PG&E ausgelöst worden war.

Das in San Francisco ansässige Unternehmen bekannte sich zu seiner Verantwortung und meldete mit Blick auf mögliche Schadenersatzforderungen in Milliardenhöhe im Jänner Insolvenz an. Die Milliardenzahlung soll ermöglichen, den Konkursschutz des Unternehmens vor Ablauf einer von der US-Regierung gesetzten Frist bis Juni 2020 aufzuheben, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Die Zahlung müsse noch von einem Konkursgericht genehmigt werden.

„Wir wollen unseren Kunden, unseren Nachbarn und unseren Freunden in den betroffenen Gebieten helfen, sich von diesen tragischen Waldbränden zu erholen“, teilte PG&E-Chef Bill Johnson mit. Im Juni hatte sich das Unternehmen bereits mit örtlichen Behörden auf einen Vergleich in Höhe von einer Milliarde Dollar geeinigt - im September vereinbarte es zudem einen Elf-Milliarden-Dollar-Vergleich mit Versicherungsunternehmen.

Das „Camp Fire“ wütete im vergangenen November im Norden von Kalifornien. Neben den 86 Toten verursachte der Brand weitflächige Zerstörungen. Rund um die Kleinstadt Paradise verwüstete das Feuer mehr als 60.000 Hektar Land und zerstörte fast 19.000 Häuser und andere Gebäude. Der Brand gilt als der tödlichste und zerstörerischste in der Geschichte des US-Westküstenstaats.

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