Vierergipfel sucht Wege für Frieden in der Ostukraine

Ein Vierergipfel bei Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron will am Montag (15.00 Uhr) in Paris einen neuen Anlauf für den Frieden in der Ostukraine nehmen. Macron wird den russischen Präsidenten Wladimir Putin und dessen ukrainischen Amtskollegen Wolodymyr Selenskyj sowie als Vermittlerin an seiner Seite die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel im Elysee-Palast empfangen.

Einen Gipfel dieser Art hatte es zuletzt vor gut drei Jahren in Berlin gegeben. Der heuer ins Amt gekommene Selenskyj trifft Putin zum ersten Mal. In den ostukrainischen Regionen Donezk und Luhansk kämpfen seit 204 ukrainische Regierungstruppen mit prorussischen Separatisten. Rund 13.000 Menschen sind nach UNO-Schätzung bisher umgekommen.

Schon im Vorfeld des Gipfels sprach sich der Präsident des europäischen Wirtschaftskammer-Dachverbandes Eurochambres, Christoph Leitl, für einen Abbau der Sanktionen gegen Russland aus. Bisher hätten die Wirtschaftssanktionen „keinerlei Nutzen“ gehabt, sagte Leitl der deutschen Zeitung „Welt“ (Montagsausgabe).

„Es ist an der Zeit, die Sanktionen auf beiden Seiten schrittweise zu reduzieren“, betonte der frühere Präsident der Wirtschaftskammer (WKO). Leitl forderte, sich auf die Vorteile einer Zusammenarbeit zwischen Europa und Russland zu konzentrieren, „anstatt gegeneinander zu arbeiten“. Russland sei „ein Partner, mit dem die Europäer auf wirtschaftlicher, politischer, kultureller und sportlicher Ebene im Dialog stehen sollten“, erklärte er.

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Eurochambres gehören rund 20 Millionen Unternehmen an. Leitl führt den Dachverband seit Anfang 2018 und wurde im Oktober für weitere zwei Jahre zum Präsidenten gewählt.


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