Wer nimmt die Rote Laterne mit in die Winterpause?

Nach dem 1:5 in Salzburg muss die WSG Tirol noch eine Woche durchhalten. Im direkten Duell mit Mattersburg macht sich die Silberberger-Elf am Sonntag das Winter-Schlusslicht aus.

Nach drei Spielminuten war der Matchplan von WSG-Coach Thomas Silberberger in Salzburg über den Haufen geworfen.
© APA

Von Alex Gruber

Salzburg, Wattens — Thommy Silberberger hat (noch) keinen Hang zum Masochismus. Aber die klare Niederlage bei den Salzburgern sah sich der WSG-Coach per Videostudium noch einmal im Detail an. „Natürlich war in Salzburg nicht viel zu erwarten, aber unsere Eigenfehler bei den Gegentoren sind zum Teil ein Wahnsinn", schüttelte er wie so oft in den vergangenen Wochen den Kopf. Nachsatz: „Es wird auch ein Stück weit mit der Qualität zu tun haben, dass wir in den entscheidenden Phasen diese oft unerzwungenen Fehler begehen."

Vor der gestrigen Weihnachtsfeier in den eigenen Reihen wusste der „Silbi" aber auch, dass es keinen Sinn macht, noch weiter draufzuhauen: „Die Jungs wissen das ja selber. Und wir müssen diese Woche noch einmal alles investieren, dass wir am Sonntag gegen Mattersburg mit einem positiven Gefühl den Platz verlassen."

Zumindest eine weitere Gelbsperre blieb für vier gefährdete Spieler (Hager, Svoboda, Grgic, Yeboah) in der Red-Bull-Arena aus. Restlos bedient sind zur Stunde alle. Kapitän Ferdl Oswald, dem zum Schluss ein Ulmer-Freistoß durch die Beine rutschte, bringt es auf den Punkt: „Es ist gerade nicht so eine tolle Zeit. Wir sind auf dem Boden der Tatsachen in der Bundesliga gelandet." Der bayerische Schlussmann rückt beim Aufsteiger aber auch zurecht: „Es kann ja nicht immer so wie in den letzten Jahren bergauf gehen. Vielleicht sind wir das nicht gewöhnt, aber besser wir durchleben jetzt diese Phase als im Frühjahr, wenn es im Abstiegs-Play-off in zehn Spielen um alles geht. Das ist jedem bewusst."

Oswald will natürlich nicht als Letzter in die Winterpause gehen. Das direkte Duell, wer über den Jahreswechsel die Rote Laterne trägt, steigt im Tivoli gegen Mattersburg, das 1:2 gegen die Admira verlor.


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