Würstel und Karpfen out: Heuer vor allem Süßes zu Weihnachten am Tisch

Ein Fünftel der Österreicher wird laut einer aktuellen Befragung heuer eine süße Hauptspeise zu Weihnachten auf dem Teller haben. Damit wuchs der Anteil der Süßspeisentiger in vier Jahren um 14 Prozent.

Strudelvarianten, Mohnnudeln oder vielleicht Kaiserschmarren: Was genau gegessen wird, wurde nicht erhoben, aber ganze 20 Prozent tischen heuer Süßes zu Weihnachten auf.
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Linz – Hieß es jahrelang in vielen Familien am Heiligen Abend Karpfen oder Bratwürstel, tischen die meisten Österreicher heuer zu Weihnachten Süßspeisen auf. Ein Fünftel der Landsleute wird eine süße Hauptspeise auf dem Teller haben, eben so viele sind noch unentschlossen. Drei Viertel erwarten harmonische Feiertage, nur vier Prozent der Teilnehmer einer aktuellen IMAS-Studie Streitigkeiten.

Die Süßspeisentiger wurden von 2015 bis 2019 kontinuierlich mehr, wie IMAS belegte. Ihr Anteil wuchs in den vier Jahren von sechs auf 20 Prozent. Ob vielleicht Mohnnudeln oder etwa Strudelvarianten bevorzugt werden, ist nicht erhoben worden. Traditionelles wie Fisch und Würstel essen 17 bzw. 16 Prozent der 1.004 persönlich Interviewten, die statistisch repräsentativ für die österreichische Bevölkerung ab 16 Jahren von Oktober bis November 2019 befragt wurden, am Heiligen Abend. 15 Prozent bedienen sich an einer kalten Platte, je elf Prozent greifen zu Raclette bzw. Fondue. Truthahn und Geflügel (neun Prozent), Braten (acht Prozent) und Wild (vier Prozent) kommen eher selten auf den Tisch.

Die meisten denken einen Monat vorher über Geschenke nach

Stress oder kein Stress im Advent? In dieser Frage sind die Österreicher mit je 49 Prozent zweigeteilt, zwei Prozent machten keine Angabe. Dabei könnten laut IMAS die Weihnachtseinkäufe eine Rolle spielen, denn jene, die schon das Geschenke besorgen als Belastung empfinden, geben einen hohen Stressfaktor an. So machen 48 Prozent die Einkäufe Spaß, ein Fünftel sieht sie als Belastung und 32 Prozent waren unentschieden. Für Frauen und Jüngere war die Einkaufsrallye eher Vergnügen, Männer, Ältere und jene, die die Weihnachtszeit ohnehin schon stressig finden, sahen sie als notwendiges Übel.

Die meisten, ein Viertel, beginnen einen Monat vor dem Fest über mögliche Gaben nachzudenken und 22 Prozent haben ihre Besorgungen eine Woche vor dem 24. Dezember abgeschlossen. Neun Prozent sind Frühstarter und machen sich schon drei Monate – zwei Prozent noch früher – vor Weihnachten Gedanken, was sie schenken, 18 Prozent zwei Monate im Voraus, 17 Prozent zwei bis drei Wochen, sechs Prozent warten bis eine Woche vor dem Fest, drei Prozent noch länger und ein hartgesottenes Prozent bis zum Heiligen Abend.

Gefeiert wird mit durchschnittlich fünf Personen

Je ein Prozent der Befragten hat schon alle Packerln im Kasten, wenn die meisten noch nicht einmal wissen, was sie kaufen, nämlich drei Monate oder noch früher vor dem Heiligen Abend. Zwei Prozent sind zwei, fünf Prozent einen Monat vor dem Fest fertig. Je 19 Prozent haben zwei bis drei Wochen bzw. weniger als eine Woche vorher alles beisammen, elf Prozent am Bescherungstag selbst. Dann sind alle für die Feier im Kreis von durchschnittlich 5,3 Personen bereit.

Ein knappes Drittel der Österreicher begeht den Heiligen Abend mit vier bis sechs anderen Personen, ein Viertel versammelt zwei bis drei weitere Menschen um den Baum. 16 Prozent feiern mit sieben oder mehr Leuten, vier Prozent verbringen den Heiligen Abend allein und elf Prozent zu zweit, acht Prozent waren sich noch nicht im klaren, zu wievielt sie die „Stille Nacht“ verbringen. (APA)


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