Heuriger Weltcup in Lienz soll nicht der letzte sein

Am 28. und 29. Dezember finden in Lienz zwei Damen-Weltcup-Rennen statt, die letzten des aktuellen Austragungsübereinkommens. Hinter den Kulissen wird fieberhaft an einer Vertragsverlängerung gefeilt.

Am Lienzer Hochstein werden seit 1997 alle zwei Jahre Weltcup-Rennen der Damen ausgetragen, ein Riesentorlauf und ein Slalom. Auch heuer ist Osttirol am 28. und 29. Dezember wieder im Fokus des Skirennsports.
© EXPA/ Michael Gruber

Von Catharina Oblasser

Lienz –Zwischen Weihnachten und Silvester wird Lienz, so wie alle zwei Jahre, für zwei Tage zum Nabel der Skiwelt. Seit 1997 trägt die Osttiroler Bezirkshauptstadt abwechselnd mit dem Semmering einen Riesentorlauf (28. Dezember) und einen Slalom (29. Dezember) der Damen aus. Für heuer laufen die Vorbereitungen am Hochstein schon auf vollen Touren. Das erklären Werner Frömel, Präsident des Organisationskomitees, Pistenchef Siegfried Ver­geiner, TVB-Obmann Franz Theurl und Charly Kashofer, der sich um das Rahmenprogramm kümmert.

Im heurigen Jahr gibt es überdies ein Jubiläum zu feiern. 1969, also vor 50 Jahren, war der Weltcup erstmals in Lienz zu Gast. „Das waren vier Rennen, Damen und Herren, zum Teil auch am Zettersfeld“, erinnert sich Vergeiner. In den vergangenen 50 Jahren hat Lienz diverse Skirennen und eine Snowboard-Weltmeisterschaft beherbergt. Das Jubiläum wird mit einem großen Empfang am 27. Dezember gefeiert.

Charly Kashofer zeigt die Golfbälle, in denen sich die Startnummern verbergen.
© Oblasser

Was die Zukunft bringt, ist allerdings noch nicht besiegelt. Denn nächstes Jahr läuft der Vertrag mit dem ÖSV über die Austragung der Rennen in Lienz aus. „Wir setzen alles daran, den Weltcup zu behalten“, erklären Frömel und Theurl unisono. Am Rande des Weltcup-Wochenendes wollen die beiden mit ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel Gespräche über einen neuen Vertrag führen. „Das Budget für jede Austragung beträgt rund eine Million Euro, davon trugen der TVB und die Stadtgemeinde Lienz bis jetzt rund 200.000 Euro“, so Frömel. Er hofft, dass beide weiterhin dazu bereit sind.

Die Piste ist jedenfalls in bestem Zustand, freut sich Siegfried Vergeiner, der die Rennleitung heuer erstmals in die Hände von Stefan Mutschlechner gelegt hat. „So viel Schnee haben wir am Hochstein noch bei keinem Weltcup gehabt“, meint der altgediente Routinier.

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Siegerehrung mit Musik und Party

Nach dem ersten Weltcup-Rennen, das am Samstag, den 28. Dezember, stattfindet, wird am Lienzer Hauptplatz gefeiert. Um 18 Uhr geht es mit Musik, unter anderem von Anras Brass, los. Die Siegerehrung für die Gewinnerinnen des Riesentorlaufs beginnt gegen 18.30 Uhr. Um 19 Uhr werden die Startnummern für den Slalom am darauf folgenden Sonntag ausgelost. Danach spielen die Sunshine Reggae Band und DJ InStyle. Um 21.30 Uhr ist im Freien Schluss, die Weltcup-Party geht dann in den Lienzer Lokalen weiter. „Das machen wir heuer so, weil es wenig Sinn hat, bis 23 Uhr den Hauptplatz zu bespielen", sagt Werner Frömel, Leiter des Organisationskomitees. „Wir wollen auch keine Konkurrenz zur örtlichen Gastronomie darstellen." Die Bühne wird diesmal am oberen Teil des Lienzer Hauptplatzes aufgestellt, also in Richtung Bahnhof. Dort kommt sie den Winter-Gastgärten nicht in die Quere. (co)

Die Startnummern für den Slalom am Sonntag werden am Samstagabend nach der Siegerehrung ausgelost. Die 15 besten Läuferinnen der Weltrangliste müssen zum Golfschläger greifen und den Ball in eines von acht Löchern versenken, die auf einem kleinen Podium angebracht sind. Dann fährt eine Kapsel mit der Startnummer hoch.

Pistenchef Siegfried Vergeiner (l.) und Organisator Werner Frömel prüfen die Piste.
© Schiclub Lienz

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