Haie kämpfen gegen die Negativserie und die KAC-Mauer

Mit dem Heimspiel gegen den KAC (heute/19.15 Uhr) hoffen die Haie auf die Trendwende. Trainer Rob Pallin sieht in der Partie so etwas wie einen Neuanfang.

Die Haie brauchen heute gegen den KAC das Herz eines Löwen – dafür wäre das Comeback von Tyler Spurgeon (r.) sicher von Vorteil.
© gepa

Von Alex Gruber

Innsbruck — Mit dem Spruch „The trend is your friend" ist aus Sicht der Innsbrucker heute gegen den Titelverteidiger aus Kärnten nichts zu gewinnen. Sechsmal in Serie bei insgesamt 27 Gegentreffern schlichen die ersatzgeschwächten Haie zuletzt frustriert vom Eis, der KAC feierte indes sechs Siege in Serie und spielte zuletzt viermal hintereinander zu null. Das liest sich für all jene, die heute in die Tiwag-Arena pilgern wollen, besorgniserregend — oder doch interessant, denn die letzte Niederlage mit ebenfalls dezimiertem Aufgebot fügten ausgerechnet die Tiroler dem KAC mit 3:2 am 17. November in der eigenen Halle zu. Es war der bislang einzige Sieg in den neuen Partien, seit Scott Darling den HCI-Kasten hütet. Eine Glanzleistung des Stanley-Cupsiegers ist mit Sicherheit auch am heutigen Abend gefragt.

Licht am Ende des Tunnels machte sich trotz der Defensivausfälle (Pedevilla, Vallant, Wetzelsberger) beim gestrigen Training breit, denn da stand mit Tyler Spurgeon, John Lammers und dem zuletzt erkrankten Jepser Thörnberg endlich wieder einmal die komplette erste Reihe am Eis. Über grünes Licht für einen Einsatz wird erst am heutigem Matchtag entschieden.

EBEL - 27. Spieltag

19.15 Uhr: Vienna Capitals - Graz 99ers

19.15 Uhr: VSV - Red Bull Salzburg (live Sky)

19.15 Uhr: Black Wings Linz - HCB Südtirol

19.15 Uhr: HC Innsbruck - KAC

19.15 Uhr: Dornbirner EC - Fehervar AV19

„Wir hatten in den vergangenen Wochen sehr wenig zu lachen und wurden richtig durchgebeutelt. Für uns fängt jetzt gefühlt eine neue Saison an, zumindest muss das unser Ansatz sein", diktiert Headcoach Rob Pallin. Kapitän Spurgeon, der in seiner Genesung nach Handbruch im Rekordtempo unterwegs ist, stellt klar: „Es gibt keine Entschuldigung und wir können uns nicht selbst leidtun. Wir haben auch mit kleinem Kader gegen Fehervar gewonnen. Und wir müssen wieder rausgehen und versuchen, Spiele zu gewinnen", krempelt „Spurg" die Ärmel hoch. Nachsatz: „Es macht doch viel mehr Spaß zu gewinnen."

Wie man die KAC-Defensive — ungeachtet dessen, ob David Madlener (mit 94,3 Prozent Fangquote Platz eins in der Liga) oder Meister-Goalie Lars Haugen (91,3 %) im Kasten steht — knacken kann, bleibt abzuwarten. „Wir müssen einen Weg finden, dies­e Mauer zu durchbrechen. Wir werden kämpfen und alles geben", verspricht Pallin. Wird Teil zwei dieser Aussage erfüllt, sind Innsbrucks Eishockey-Fans grundsätzlich niemandem böse ...


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