Wenn Weihnachten vor der Tür steht: Mitte Dezember sinkt Job-Motivation

Jeder dritte Angestellte ist am 16. Dezember gedanklich schon im Weihnachtsurlaub. Dadurch sinkt auch die Produktivität in den Unternehmen deutlich.

Am 16. Dezember ist jeder dritte Beschäftigte im Weihnachtsurlaub – zumindest in Gedanken.Foto: iStock
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Von Nina Zacke

Berlin, Kopenhagen –Lichterketten und Christbaumschmuck, so weit das Auge reicht, „Last Christmas“ aus dem Radio in Dauerschleife, Adventkalender und Weihnachtsgeschenke von Kunden, die sich auf den Büroschreibtischen türmen: Wen wundert es da, dass so manch ein Angestellter gedanklich bereits Mitte Dezember, also gut eine Woche vor Heiligabend, im Weihnachtsurlaub ist, obwohl er eigentlich noch konzentriert arbeiten müsste.

Und je näher das Weihnachtsfest rückt, desto mehr geht die Produktivitäts- und Motivationskurve der Mitarbeiter nach unten. 7 Prozent der Beschäftigen waren schon am 1. Dezember im Feiertagsmodus, 36 Prozent sind es zwei Wochen später. Ab dem 20. Dezember, also vier Tage vor dem Fest, sinkt die Job-Motivation rapide ab: 69 Prozent sind dann innerlich schon längst bei Lebkuchen und Glühwein.

Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage, die von dem dänischen Unternehmen Peakon in Auftrag gegeben wurde. Für die Studie wurden insgesamt 12.000 Beschäftigte in Deutschland, Großbritannien und den USA zu ihrer Produktivität und Motivation in der Vorweihnachtszeit befragt.

Und die Studie liefert ein weiteres Ergebnis: Je jünger die Angestellten sind, desto eher geraten sie innerlich in den Feiertagsmodus. So geben 51 Prozent der Mitarbeiter zwischen 18 und 24 Jahren an, ab dem 19. Dezember innerlich schon abgeschaltet zu haben.

Aber was bedeuten diese Zahlen für Arbeitgeber? „Führungskräfte sollten sich dessen bewusst sein und nicht die gleichen Leistungsansprüche an ihre Mitarbeiter haben wie zum Beispiel zu Beginn des Jahres“, sagt Martin Daniel, Community Manager bei Peakon. Natürlich seien nicht alle Berufe gleichermaßen betroffen, wie etwa in der Produktion, im Schichtdienst oder in anderen Bereichen. „Aber in den Büroberufen ist es schon vermehrt so, dass die Produktivität nachlässt“, ist Daniel überzeugt. Als Führungskraft sollte man diese Tatsache in Kauf nehmen und den Arbeitsalltag in den Tagen vor Weihnachten einfach anders gestalten, indem man andere Schwerpunkte setzt, Teamevents organisiert oder gemeinsam das vergangene Jahr reflektiert, rät der Community Manager.


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