Mit erst 27 Jahren: Victoria Weber ist neue Vize-Chefin von Schwaz

Victoria Weber (SPÖ) ist neue Vizebürgermeisterin in Schwaz. Derzeit gibt es in Tirol nur 31 weitere Frauen in diesem Amt.

VBM Martin Wex (l.) und BM Hans Lintner gratulierten der frischgebackenen Vizebürgermeisterin Victoria Weber zum neuen Amt.
© Fankhauser Eva-Maria

Von Eva-Maria Fankhauser

Schwaz –Selbstsicher und ruhig wirkte GR Victoria Weber (SPÖ) Mittwochabend bei der Gemeinderatssitzung im Schwazer Rathaus. Und das, obwohl diese Sitzung einen Meilenstein für die 27-Jährige bedeutet. Einen Sprung auf der politischen Karriereleiter. Wohl auch einer, den viele schon gern früher gesehen hätten. Nun war es so weit: Weber wurde am Mittwochabend zur zweiten Vizebürgermeisterin von Schwaz gewählt.

Wie erwartet, gab es einen Gegenkandidaten, aber Weber erhielt schon im Voraus Rückenwind von BM Hans Lintner und seiner ÖVP-Fraktion. Das heißt: 14 Stimmen (zehn ÖVP und 4 SPÖ) von 21 Gemeinderäten waren ihr sicher. Die Grünen hielten vorab fest, dass man die Freiheitlichen nicht unterstützen werde, sondern eher wieder die SPÖ, wie schon 2016 bei der Gemeinderatswahl. StR Daniel Kirchmair (FPÖ) ließ sich auch aufstellen. Er erhielt jedoch nur drei Stimmen. Neben einer Enthaltung gingen 17 Stimmen an Weber.

Ein stolzes Lächeln zeichnete sich auf ihrem Gesicht ab. Zudem dankte Weber ihrem Vorgänger Rudi Bauer, der aus gesundheitlichen Gründen zurücktrat – die TT berichtete. Für Bauer war die junge Gemeinderätin die erste Wahl. Er wisse das Amt bei ihr in guten Händen. Und auch BM Hans Lintner fand lobende Worte für die engagierte Politikerin und hofft weiterhin auf eine gute Zusammenarbeit.

Während Bauer für seinen „Kuschelkurs“ mit der ÖVP bekannt war, könnte Weber nun mehr Oppositions-Wind in den Schwazer Gemeinderat bringen. Sie ist nach Margit Knapp erst die zweite Vizebürgermeisterin der Stadt und tirolweit derzeit die 32. Stellvertreterin in 279 Gemeinden. Ob sie die jüngste tirolweit ist, können weder das Land noch der Gemeindeverband bestätigen. Der Datenschutz mache es schwierig, das herauszufinden. „Vermutlich aber schon“, meint Verbandsobmann Ernst Schöpf.

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