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“MANDER BLEIBT'S GSUND“ - Im Zeichen der Männergesundheit

In den vergangenen eineinhalb Jahren hat sich die TGKK verstärkt der Männergesundheit gewidmet — mit unterschiedlichen Themen, Schwerpunkten und prominenten Botschaftern. Eine Rückschau.

Der Schauspieler Gregor Bloéb, der Fussballer Alessandro Schöpf und der Kabarettist Franz Eberharter (v. l.) begleiten die Kampagne der Tiroler Gebietskrankenkasse.
© TGKK

Nach der vorangegangenen TGKK-Kampagne zur Frauengesundheit war es an der Zeit, die Männer in den Fokus zu rücken. Also wurde im Frühling 2018 von der Tiroler Gebietskrankenkasse der Startschuss für die Initiative „Mander, bleibts g'sund!" gegeben, in deren Rahmen unterschiedliche Themenschwerpunkte abgesteckt wurden. Prominente Unterstützung erhielt man dabei von den „Gesundheitsbotschaftern" Alessandro Schöpf, Gregor Bloéb und Franz Eberharter, mit deren Hilfe es gelang, unterschiedliche Altersgruppen anzusprechen und zu erreichen.

In einem Punkt waren sich dabei alle Verantwortlichen und Beteiligten einig: Gesundheit hat bei Männern noch lange nicht den Stellenwert, den sie eigentlich verdient. Arztbesuche werden mitunter noch immer wochen-, monate- oder sogar jahrelang aufgeschoben, ganz nach der Devise: Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß. Aber den TGKK-Botschaftern war und ist klar: Sich um seine Gesundheit zu kümmern und Probleme zuzugeben, ist keineswegs „unmännlich", ganz im Gegenteil — es ist eher ein Zeichen von Stärke.

Tabus und Selbsterkenntnisse

Die Schwerpunkte der Kampagne wurden gemeinsam von der TGKK mit einem Beirat ausgewiesener Experten verschiedener Fachbereiche definiert und beleuchtet. Von einer allgemeinen Sensibilisierungsphase über die Aspekte Ernährung, Sport, Vorsorge und psychosoziale Gesundheit bis hin zu Suchtkrankheiten analysierte man männerspezifische Problemstellungen und brachte dabei auch Tabuthemen zur Sprache. Dies führte nicht zuletzt bei den prominenten Botschaftern immer wieder zu Aha-Erlebnissen und Selbsterkenntnissen.

Arno Melitopulos (TGKK-Direktor), Gregor Bloéb, Franz Eberharter, Eleonora Pancheri (TGKK), TGKK-Obmann Werner Salzburger und Christian Putschner (TGKK, v.?l.).
© TGKK

„Wir Männer können auch unsere Freiheit genießen, ohne immer der Stärkste und der Beste sein zu müssen. Zumal der wirklich Starke immer weiß, wann er auch schwach sein kann, und der wirklich Beste auch anderen das Beste wünscht."

Gregor Bloéb, Schauspieler

Viel Diskussionsstoff bot unter anderem die Frage nach der Rolle des Mannes in der heutigen Gesellschaft. Welche Ansprüche werden heutzutage an Ma?nner gestellt, was wird von ihnen erwartet? Ist es für sie überhaupt möglich, allen Erfordernissen gerecht zu werden? „Die Anforderungen an den jungen Mann haben sich in den vergangenen zehn Jahren stark verändert", meint etwa Profifußballer Alessandro Schöpf dazu. „Erscheinungsbild, körperliche Fitness und Status — das sind alles Erwartungen, die nur schwer zu erfüllen und in Einklang zu bringen sind."

Moderne Mannsbilder

Auch wenn alte, starre und überholte Rollenbilder nach und nach aufbrechen, sich anpassen oder von neuen abgelöst werden, ist es nicht weniger schwer, damit einhergehende Pflichten wahrzunehmen. „Beruflichen Erfolg einheimsen und dann noch ein erfolgreiches Familienleben führen, das ist wohl das Höchste der Gefühle. Ja, es ist das Gelbe vom Ei, das Besteste vom Besten. Aber wenn es nicht nur eine Disneyphantasie, eine Wunschtraumfabrik sein soll, muss man sich eingestehen: Das alles ist kein Zuckerschlecken", findet auch Familienvater und Schauspieler Gregor Bloéb.Hier steht der Mustertitel

„Entspannt euch, Jungs, hier kommt keiner lebend raus, also genießt die Zeit, die ihr habt, saugt alles Positive auf und haltet negative Leute von euch fern, denn das ist der Grundstein für ein langes und gesundes Leben."

Franz Eberharter, Kabarettist

„Das Gefühl, eigenen oder fremden Ansprüchen nicht gerecht werden zu können, kann schnell negative Auswirkungen haben. Man darf sich daher nicht der Illusion hingeben, alle Erwartungen erfüllen oder jeden Trend mitmachen zu können", mahnt Kabarettist Franz Eberharter: „Entspannt euch, Jungs, hier kommt keiner lebend raus. Also genießt die Zeit, die ihr habt, saugt alles Positive auf und haltet negative Leute von euch fern. Denn das ist der Grundstein für ein langes und gesundes Leben, auch wenn das letzte Wort in dieser Sache jemand anderer hat." Eines steht also fest: Mann sein ist nicht leicht. Aber jeder hat sein Leben und auch sein Wohlbefinden selbst in der Hand.

Jeder für sich, aber nicht allein

Eine gute Möglichkeit für Männer, mehr für ihre Gesundheit zu tun, ist die jährliche Vorsorgeuntersuchung. Diese kann helfen, bisher unerkannte Risikofaktoren festzustellen oder Unsicherheiten auszuräumen. Denn ein ungesunder Lebensstil kann sich oftmals in unauffälligen Erkrankungen oder erst in einem höheren Alter äußern, und eines der größten Probleme dabei ist, dass man gesundheitsschädigende Gewohnheiten selbst mitunter nicht als solche wahrnimmt. Dies betrifft insbesondere die Frage einer ausgewogenen Ernährung oder des richtigen Ausmaßes an Bewegung, beides maßgebliche Bestandteile eines gesunden Lebensstils.

Wichtig ist, für sich selbst individuell festzulegen, was einem guttut und was nicht. Das gilt auch für Alkohol, Zigaretten oder andere Suchtmittel. Wie viele Bier man trinken oder wie lange man am Handy hängen will, muss jeder für sich selbst entscheiden. Aber man sollte sich stets bewusst sein, dass eine Sucht oft schleichend auftreten kann und es schwer ist, wieder herauszufinden. Sich in solchen Fällen einem Experten zu öffnen, kann nicht nur hilfreich, sondern auch lebensrettend sein.

Ein gesunder Geist ...

Gesundheit im Allgemeinen und Männergesundheit im Speziellen sind kein einfaches Thema. Grundsätzlich geht es immer um ein Gleichgewicht zwischen Körper und Geist, um das richtige Verhältnis zwischen Genuss auf der einen, Disziplin und Achtsamkeit auf der anderen Seite. Moderne Männer schauen auf sich, sind gut informiert und wissen, dass Gesundheit und Männlichkeit kein Widerspruch sind. Darauf aufmerksam zu machen, war eines der wichtigsten Ziele der TGKK-Kampagne.

Mander, das war's!

Am 30. Oktober fand die Kampagne im Innsbrucker Bierstindl ihr offizielles Ende. Dabei stellten sich Experten, aber auch Journalisten den kniffligen Fragen von Gregor Bloéb und Franz Eberharter. Die Ehrlichkeit der Teilnehmer sorgte für eine lustig-lockere Atmosphäre, dazu passte auch der humorvolle Abschluss mit einem Kabarettprogramm.


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