Einbahnregelung am Schulweg in Tarrenz, Ausnahmen für Anrainer

Die Einbahnregelung am Schulweg in Tarrenz wird ausgeweitet. Die Sicherheit für die Schulkinder geht aber vor.

Von der Trujegasse aus wird der Verbindungsweg weiterhin befahrbar sein, wie Bürgermeister Rudolf Köll erklärt.
© Dorn

Von Agnes Dorn

Tarrenz –Die schon in der vergangenen Sitzung heiß diskutierte Einbahnregelung beim Verbindungsweg zwischen Trujegasse und Mittergasse stand vergangene Woche erneut auf der Tagesordnung. Da einer der Anrainer mit der Umsetzung Probleme bei seiner Hofeinfahrt bekommen hätte, wurde zunächst bis zu dieser eine Ausnahmeregelung beschlossen, die nun dem Gleichheitsgrundsatz entsprechend auf den gesamten Verbindungsweg ausgeweitet wurde. Die Opposition unter GV Kilian Tangl blieb weiterhin gegen den Antrag und stimmte mit fünf Stimmen dagegen. „Das hält sowieso nicht und dann ist es nächstes Jahr wieder auf der Tagesordnung“, befürchtete Tangl. „Wir müssen das ausprobieren und es uns anschauen. Und nächstes Jahr können wir wieder reden“, gab sich Bürgermeister Rudolf Köll gesprächsbereit. Es gehe um die Sicherheit von 220 bis 230 Kindern, die hier täglich zur Schule gingen. Die nun beschlossene Variante mit Begegnungszone rund um das Schulareal und Einbahnregelung sei nach langer Planungsphase und Einbindung der Bevölkerung vom Bauausschuss einstimmig beschlossen worden, erinnerte Köll an das monatelange Prozedere.

Um größeren Bauvorhaben einen Riegel vorzuschieben, geht die Gemeinde Tarrenz einen eigenen Weg: So wird im Örtlichen Raumordnungskonzept nun ein Verordnungstext eingefügt, der der Erteilung einer Baubewilligung von Bauvorhaben ab 300 Quadratmetern Nutzfläche und einer Nutzflächendichte ab 0,4 eine Absage erteilt. Ein möglicher Bauwerber hätte demnach auch kein Recht auf einen Bebauungsplan – anders als in anderen Gemeinden, wo die Bebauungsplanpflicht für Gebäude mit einer derartigen Nutzflächengröße vorgeschrieben wird. Die Gemeinde behält aber, wie es im Tiroler Raumordnungsgesetz festgelegt ist, trotzdem das Recht, Bauvorhaben mittels Bebauungsplan zu genehmigen, wenn dies im Sinne der Kommune wäre. Der Bebauungsplan würde dann diese nun beschlossene Regelung des Verordnungstextes im ÖRK ersetzen, wie Raumplaner Klaus Spielmann erklärt. Die Ergänzung des Textes wurde mit elf zu vier Stimmen beschlossen.

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