Machtdemonstration von Pinturault, Matt im Slalom Fünfter

Alexis Pinturault gewann mit 1,44 Sekunden Vorsprung den Slalom von Val d'Isere. Bester Österreicher: Der Tiroler Michael Matt auf Platz fünf.

Alexis Pinturault holte sich in beeindruckender Manier den Slalom-Sieg in Val d'Isere.
© gepa

Val d'Isere - Alexis Pinturault fuhr beim Slalom in Val d'Isere einen überlegenen Heimsieg ein. Der Franzose siegte am Sonntag 1,44 Sekunden vor dem Schweden Andre Myhrer sowie 1,47 vor Stefano Gross (ITA). Der Halbzeit-Sensationszweite Luke Winters (USA) fiel auf Platz 19 zurück. Für Österreich riss die lange Podest-Serie in Val d'Isere (seit 2009). Bester ÖSV-Fahrer war Michael Matt als Fünfter.

Für Pinturault war es der 20. Weltcup-Sieg, sein erster im Slalom seit fünf Jahren (2014). Damit übernahm der Franzose von Matthias Mayer auch die Weltcup-Gesamtführung vor Henrik Kristoffersen. Der Norweger war nach einem Fehler zur Halbzeit nur 27. gewesen, verpasste nach einer großen Aufholjagd als Vierter aber letztlich einen Podestplatz nur um 0,01 Sekunden und zog im Weltcup ebenfalls an Mayer vorbei.

"Ich habe mich während der Fahrt eigentlich nicht so gut gefühlt", sagte Pinturault beim Sieger-Interview im ORF. Zwei mal war der Franzose beim Heimspiel in Val d'Isere nach Halbzeitführung ausgeschieden, diesmal kam er mit den schwierigen Bedingungen wie kein anderer zurecht. "Es ist lange her, dass ich im Slalom gewinnen konnte. Und dann ausgerechnet hier in Frankreich - ich bin sehr zufrieden."

Matt trotz Steigerung nicht zufrieden

Weniger glücklich war Matt, der sich im Vergleich zum Levi-Auftakt (11.) deutlich steigern konnte. "Skifahrerisch war das nicht das, was ich kann. Auch wenn die Platzierung deutlich besser war", diktierte der Flirscher. Vor den Jänner-Klassikern wolle er noch zwei, drei Wochen intensiv am Slalom-Schwung arbeiten.

Von den restlichen ÖSV-Läufern schrieben nur Christian Hirschbühl (11.) und Marco Schwarz (13.) noch an. Manuel Feller fehlte nach einem Bandscheibenvorfall verletzungsbedingt.

Für die Ski-Herren stehen kommende Woche in Gröden (Super-G, Abfahrt) und Alta Badia (Riesentorlauf, Parallel-Riesentorlauf) noch vier Rennen vor Weihnachten auf dem Programm. (pim)

Slalom der Herren in Val d'Isere - Endstand:


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