Rückgang bei Arbeitslosen im Bezirk Kitzbühel

Das AMS Kitzbühel kann mit erfreulichen Zahlen aufwarten. In der Zwischensaison waren weniger Personen ohne Beschäftigung gemeldet als im Vorjahr.

Kitzbühel –Ende November waren 2302 Personen beim Arbeitsmarktservice (AMS) Kitzbühel arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Zahl der Arbeitslosen um 2,5 Prozent bzw. um 60 Personen. Zuletzt gab es zum Stichtag Ende November vor 29 Jahren weniger Arbeitslose. „Der Großteil der Arbeitslosen kam saisonbedingt aus dem Tourismus“, erklärt Manfred Dag, der Leiter des AMS Kitzbühel. Der Tourismus war aber auch jene Branche, die den stärksten Rückgang der Arbeitslosigkeit im Vorjahresvergleich aufweist, gefolgt von Warenproduktion und Verkehr.

Die Nachfrage nach Arbeitskräften ist weiterhin sehr groß. Ende November waren beim AMS Kitzbühel 526 Stellenangebote gemeldet, dies waren um 106 bzw. um 25 Prozent mehr als im Vorjahr. Weitere 653 Stellen sind ab Beginn der Wintersaison gemeldet. Der größte Arbeitskräftebedarf besteht im Winter bei Kellnerinnen (191), gefolgt von Köchen (171) und im Verkauf (102). „Wie jedes Jahr ist es für die Tourismusbetriebe eine große Herausforderung, genügend Arbeitskräfte für die Wintersaison zu finden“, sagt Dag.

Die Wintersaison ist im Bezirk Kitzbühel seit jeher beschäftigungsintensiver als jene im Sommer. Die Zahl der Beschäftigten im Tourismus ist Ende Jänner immer am höchsten. Von den 28.382 unselbstständig Beschäftigten im Jänner waren 6000 der Wirtschaftsbranche Beherbergung und Gastronomie zuzuordnen. Zahlreiche Beschäftigte gibt es zudem bei den Bergbahnen und Skischulen. In der Sommersaison waren im Juli beispielsweise 5250 Personen im Tourismus beschäftigt.

„In den letzten zehn Jahren ist die Zahl der Beschäftigten im Tourismus kontinuierlich gestiegen. Im Jänner 2019 verzeichnete diese Branche um 780 Beschäftigte mehr als im Jänner 2009. Erfreulich ist, dass der Unterschied zwischen Winter und Sommer diesbezüglich zuletzt immer geringer geworden ist, die Sommersaison also an Bedeutung gewonnen hat“. Auch bei der Herkunft der Arbeitnehmer sind wesentliche Veränderungen festzustellen. „Während die Zahl der österreichischen Beschäftigten deutlich gesunken ist (-400), ist die Beschäftigung aus anderen EU-Ländern stark gestiegen“, weiß Dag.

Eine Beschäftigungsbewilligung für „Drittstaatsangehörige“ (also Staatsbürger außerhalb der EU) ist nur im Rahmen eines vom Bundesministerium per Verordnung festgelegten Kontingents möglich. Für Kitzbühel stehen 36 Kontingentplätze plus weitere sieben für die Hochsaison zur Verfügung. Diese sind bereits vergeben. (TT)


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