Zwei Tiroler Linksfüße kommen in fremdem Dress ins Tivoli-Stadion

Die Mattersburg-„Legionäre“ Andreas Kuen und Michael Lercher wollen die Rote Laterne morgen bei der WSG Swarovski Tirol im Tivoli lassen.

Sehen sich morgen im Tivoli wieder: Mattersburg-Stratege Andreas Kuen (l.) und WSG-Recke Lukas Grgic.
© gepa

Von Alex Gruber

Innsbruck –Die Rasenheizung im Tivolistadion läuft und WSG-Sportmanager Stefan Köck wurde mitgeteilt, dass man morgen beste Bedingungen vorfinden sollte. Am gestrigen Tag mussten die Kristallstädter in Sachen Training aufgrund der winterlichen Verhältnisse einmal mehr improvisieren. Die letzte Runde im Herbst ist aber ohnehin in erster Linie mehr eine Frage des Willens.

„Wo ein Wille, da ein Weg.“ Ein Sprichwort, das mit Andreas Kuen (24) und Michael Lercher (23) auf zwei Tiroler zutrifft, die heute als Stammspieler des SV Mattersburg bei der Anreise im Bus des Gegners sitzen. Insbesondere, wenn man bei Kuen an drei Kreuzbandrisse und einen „halben“ denkt. Mehr Stehaufmännchen als der Ötztaler geht fast gar nicht mehr. Und mit drei Toren und vier Assists führt der Ex-Wackerianer die Scorerliste bei den Burgenländern in dieser Saison sogar an. „Er ist ihr Um und Auf“, lobt auch WSG-Coach Thommy Silberberger. „Wenn das seine Meinung ist, finde ich das nicht so schlecht“, antwortet Kuen bescheiden, um sich dennoch über seine bislang beste und vor allem bislang erstmals verletzungsfreie Bundesliga-Saison zu freuen: „Von der Statistik ist es bis jetzt meine beste Saison. Ich weiß das nach meiner Geschichte noch mehr zu schätzen.“ Mit WSG-Abwehrrecke Stefan Hager kickte der Andi früher in der Akademie Tirol. Was morgen ansteht, ist ihm mit Blick auf die Tabelle klar: „Es werden beide Teams versuchen, dieses Spiel zu gewinnen.“

© gepa

Dass Mattersburg noch einen Linksfuß führt, der nicht nur bei ruhenden Bällen scharf schießen kann, stellte Lercher mit seinem ersten Bundesliga-Treffer bei der 1:2-Niederlage gegen die Admira zuletzt unter Beweis. Morgen darf er vermutlich erstmals als aktiver Part in fremdem Gewand im Tivoli mitwirken. „Der Verlierer muss über den Winter mit der Roten Laterne gehen. Wir wollen auf jeden Fall einen Sieg“, sagt Lercher, der fitter den je erscheint: „Ich mache immer mehr nach jedem Training.“

Kampf um Winterkrone: Tabellenführer Salzburg will heute in Hartberg Platz eins fixieren, ein Punkt würde reichen. Coach Jesse Marsch muss neben Erling Haaland (Bauchmuskelprobleme) wohl auch auf Hee-Chan Hwang und Rasmus Kristensen verzichten.

TT-ePaper gratis testen

Jetzt kostenlos TT-ePaper lesen, das Test-Abo endet nach 4 Wochen automatisch

Schritt 1 / 3

In nur 30 Sekunden gelangen Sie zum kostenlosen Test-Abo.


Kommentieren


Schlagworte