Neuseeland: Taucher suchen weiter nach Vermissten bei Vulkaninsel

Immer noch werden nach dem Vulkanausbruch auf White Island zwei Menschen vermisst. Eine Bergungsaktion ist höchst riskant. Unterdessen ist ein weiteres Opfer im Spital gestorben.

Sechs Leichen konnten die Rettungskräfte am Freitag von der Insel bergen, zwei Menschen werden noch vermisst.
© APA/AFP

Wellington – Nach dem Vulkanausbruch auf der neuseeländischen Insel White Island ist ein weiterer Mensch im Krankenhaus gestorben. Das teilten Polizei und Gesundheitsministerium am Samstag mit. Damit liege die Zahl der Todesopfer offiziell bei 15. Zwei weitere Menschen gelten noch als vermisst.

Taucher von Polizei und Marine Neuseelands haben am Samstag die Suche nach zwei Vermissten in den Gewässern rund um die Vulkaninsel White Island fortgesetzt. Zuvor waren am Freitag sechs weitere Leichen unter schwierigsten Bedingungen von der Insel geborgen worden. Die Polizei suchte unterdessen nach Anhaltspunkten zur Suche nach den beiden Vermissten an Land.

Regierungschefin Jacinda Ardern kündigte für Montag eine Gedenkminute für die Opfer an. „Wo auch immer man in Neuseeland oder an anderer Stelle der Welt ist, ist dies ein Moment, in dem wir an der Seite derer stehen, die ihre Liebsten in dieser außergewöhnlichen Tragödie verloren haben“, heißt es in einer am Samstag verbreiteten Erklärung.

17 Menschen gestorben

Neuseelands aktivster Vulkan war am Montag ausgebrochen. Insgesamt 17 Menschen, Touristen und Führer, die sich auf einer Sightseeingtour bei White Island befanden, starben in Folge des Ausbruchs, Dutzende weitere wurden verletzt. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wurden immer noch 17 Verletzte in vier Krankenhäusern in Neuseeland behandelt. 13 weitere australische Patienten wurden in Kliniken in Sydney und Melbourne gebracht. Einige befänden sich im kritischen Zustand.

TT-ePaper testen und eine von drei Cookit Küchenmaschinen gewinnen

Die Zeitung kostenlos digital abrufen, das Testabo endet nach 4 Wochen automatisch.

Der Inselstaat Neuseeland liegt auf dem so genannten Pazifischen Feuerring, der geologisch aktivsten Zone der Erde. Der Vulkan gilt als gefährlichster des Landes. Er war seit einiger Zeit wieder verstärkt aktiv, trotzdem fuhren immer wieder Boote mit Ausflüglern dorthin. Das Betreten der Insel war nur mit ausgebildeten Führern gestattet. Das Eiland in Privatbesitz ist nunmehr als Todeszone komplett gesperrt. Es war allerdings der erste tödliche Ausbruch seit 1914 – damals kamen zehn Bergarbeiter ums Leben. (APA/dpa)


Schlagworte