Weiteres Vulkan-Opfer in Neuseeland stirbt im Krankenhaus

Nach dem Vulkanausbruch auf der neuseeländischen Insel White Island ist ein weiterer Mensch im Krankenhaus gestorben. Das teilten Polizei und Gesundheitsministerium am Samstag mit. Damit liege die Zahl der Todesopfer offiziell bei 15. Zwei weitere Menschen gelten noch als vermisst.

Taucher von neuseeländischer Polizei und Marine hatten am Samstag die Suche nach ihnen in den Gewässern rund um die Vulkaninsel fortgesetzt. Am Freitag waren sechs Leichen unter schwierigsten Bedingungen von der Insel geborgen worden. Der aktivste Vulkan des Landes war am Montag ausgebrochen. 27 Menschen werden nach Angaben des Gesundheitsministeriums noch in Krankenhäusern in Neuseeland und Australien behandelt. Mindestens zehn von ihnen befinden sich demnach in kritischem Zustand. Für Montag hat Regierungschefin Jacinda Ardern eine Gedenkminute für die Opfer angekündigt.

Der Inselstaat Neuseeland liegt auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring, der geologisch aktivsten Zone der Erde. Der Vulkan war seit einiger Zeit wieder verstärkt aktiv, trotzdem fuhren immer wieder Boote mit Ausflüglern dorthin. Das Betreten der Insel war nur mit ausgebildeten Führern gestattet. Das Eiland in Privatbesitz ist nunmehr als Todeszone komplett gesperrt. Es war der erste tödliche Ausbruch seit 1914 - damals kamen zehn Bergarbeiter ums Leben.

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