1:3 gegen Mattersburg: WSG Tirol überwintert als Tabellenletzter

Nach der sechsten Niederlage in Serie findet sich die WSG Tirol am Tabellenende wieder. In der Winterpause herrscht beim Bundesliga-Aufsteiger Handlungsbedarf.

Michael Svoboda zeigt es an: "Das war kein Foul!" Schiedsrichter Ouschan entschied in dieser Szene, in der SVM-Stürmer Pusic beim WSG-Verteidiger "einfädelte" dennoch auf Elfmeter.
© gepa

Innsbruck - Die WSG Tirol taumelt als Tabellen-Schlusslicht in die Winterpause. Der Aufsteiger musste sich am Sonntag zuhause vor spärlicher Kulisse dem SV Mattersburg 1:3 geschlagen geben. Die Burgenländer ließen die Rote Laterne gleich im Tivoli stehen. Die WSG hält nach 18 Runden bei lediglich zwölf Zählern. In den verbleibenden vier Runden im Grunddurchgang müssen nach der Winterpause dringend Punkte her.

Dafür brauchen die Tiroler aber auch am Transfermarkt den ein oder anderen Volltreffer. Auf Sportmanager Stefan Köck und Trainer Thomas Silberberger wartet über die Weihnachtsfeiertage eine arbeitsreiche Zeit. "Wir haben jetzt drei Wochen frei, natürlich werde ich mich intensiv mit dem Sportdirektor austauschen. Wir wissen, dass wir was machen müssen. Ich denke, das werden wir auch tun. Dann können wir auch wieder andere Ziele setzen", sagte Silberberger.

Fehlentscheidung brachte Mattersburger Führung

Die Vorentscheidung fiel durch einen Fehlentscheidung von Schiedsrichter Felix Ouschan. Bei einem Zweikampf von Tirol-Verteidiger Michael Svoboda mit Martin Pusic entschied Ouschan statt auf Foul des SVM-Stürmers auf Elfmeter, den Pusic zum 1:0 verwertete (18.). Andreas Kuen erhöhte auf 2:0 (54.), dem 3:0 durch Mario Kvasina (89.) folgte der Ehrentreffer der Gäste durch Benjamin Pranter (91.).

Nur 1.250 Zuschauer sahen ein ausgeglichenes Spiel, in dem die Mattersburger Defensive meist sicher stand und wenig zuließ. Tirol hatte nur vor der Pause zwei große Chancen auf den Ausgleich: Lukas Grbic zögerte im direkten Gegenzug nach einem zurecht aberkannten Halper-Treffer zu lange (30.), Benjamin Pranter traf den Ball alleine vor Torhüter Markus Kuster nicht (37.).

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Eine kurze Tiroler Drangperiode gleich zu Beginn der zweiten Hälfte brachte nichts ein, Mattersburg schlug dagegen bald wieder zu. Kuen wollte offenbar flanken, der Ball senkte sich aber hinter Torhüter Ferdinand Oswald ins Tor (54.). Die Hausherren waren danach zwar weiter bemüht, aber auch unverändert harmlos.

Nach der sechsten Niederlage hintereinander fiel Tirol ans Tabellenende zurück. Die Burgenländer durften sich nach zuletzt nur einem Punkt aus acht Matches zumindest über einen erfreulichen Jahresabschluss freuen.

LASK gegen Sturm 3:3, auch Austria remis

Der LASK überwintert im Titelrennen der Fußball-Bundesliga mit zwei Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Red Bull Salzburg. Die Linzer erreichten am Sonntag nach 0:3-Rückstand zu Hause gegen Sturm Graz noch ein 3:3. Der Sieg gelang im Finish trotz zweier Ausschlüsse bei Sturm aber nicht mehr.

Die Wiener Austria kam zu Hause gegen den WAC nicht über ein 1:1 hinaus. Im Rennen um einen Platz in der Meisterrunde fehlen den siebentplatzierten Wienern vier Runden vor Ende des Grunddurchganges sieben Punkte auf Sturm und Hartberg. Mattersburg gab die "Rote Laterne" des Schlusslichts durch einen 3:1-Sieg bei WSG Tirol in der letzten Runde des Kalenderjahres an den Aufsteiger aus Tirol ab.

Rapid hatte sich schon am Samstag mit einem 3:0-Sieg bei der Admira auf Rang drei verbessert. Altach siegte in St. Pölten ebenfalls 3:0. Titelverteidiger Salzburg rettete seine bisher ungeschlagene Serie in der Liga durch ein 2:2 in Hartberg. (TT.com, APA)


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