150 Kinder krank: Grippewelle legt Schule in Innsbruck lahm

150 von insgesamt 250 Schülern der Volksschule Angergasse sind derzeit an Influenza erkrankt. Die Schule bleibt bis einschließlich Freitag geschlossen.

Bis kommenden Montag wird in der Volksschule Angergasse kein Unterricht stattfinden.
© Thomas Böhm / TT

Innsbruck — Nachdem am vergangenen Freitag eine Volksschule in Igls vorübergehend geschlossen werden musste, hat es nun auch die Schüler der Volksschule Angergasse in Innsbruck erwischt: 150 der insgesamt 250 Kinder sind an Influenza erkrankt. Die Landessanitätsdirektion hat deshalb fünf schulfreie Tage empfohlen, teilte das Land am Montag mit. Bis einschließlich kommenden Freitag soll kein Unterricht stattfinden.

Seit vorletzter Woche seien in Tirol Influenza-Viren nachgewiesen worden, berichtete Anita Luckner-Hornischer, Impfexpertin des Landes. „Um sich und das Umfeld bestmöglich zu schützen, gilt es, eine Grippe-Impfung in Anspruch zu nehmen", empfahl sie. Auch wenn viele bereits erkrankt seien, mache eine Impfung noch Sinn. „Wir stellen fest, dass eine Grippewelle im Anrollen ist, die auch Auswirkungen auf den Schulbetrieb haben kann. Wer an Influenza erkrankt, soll unbedingt zuhause bleiben und sich ordentlich auskurieren", so Luckner-Hornischer weiter.

An der Schültür wird auf die vorübergehende Schließung hingewiesen.
© Thomas Böhm / TT

Vor allem für Risikogruppen wie schwangere Frauen, Personen rund um Neugeborene und Säuglinge, Personen ab 50 Jahren und chronisch kranke Menschen sowie stark übergewichtige Personen sei eine Impfung nach wie vor die beste Lösung. Auch Vizebürgermeister und Gesundheitsreferent Franz X. Gruber betont die Wichtigkeit einer Impfung, das es „jedes Jahr in Österreich leider einige tausend Todesfälle aufgrund einer Grippeerkrankung" gebe.

Grippe-Impfung

Informationen zur Grippe-Impfung finden Sie HIER.

Auch Igler Schule wegen 73 Erkrankungen zu

Kinder seien laut Luckner-Hornischer seltener geimpft, weshalb sich die Viren rascher verbreiten. In Gemeinschaftseinrichtungen wie Schulen und innerhalb der Familie komme es deshalb — bei nicht geimpften Personen — oft schnell zu weiteren Ansteckungen. Neben einer Impfung helfe auch häufiges Händewaschen und das Husten und Niesen in Taschentücher oder Ellenbeuge, um einer Infektion vorzubeugen.

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Eine Volksschule im Innsbrucker Stadtteil Igls muss voraussichtlich noch bis Mittwoch geschlossen bleiben. Mehr als die Hälfte der 119 Schüler und sechs Lehrpersonen sind dort an Grippe erkrankt. (TT.com)

Was Influenza vom grippalen Infekt unterscheidet

Die „echte Grippe" (Influenza) ist im Vergleich zum grippalen Infekt (Erkältung mit oder ohne Fieber) eine schwere Erkrankung mit hohem Fieber, die mehrere Tage oder Wochen andauern kann. Das Risiko für Komplikationen wie eine Lungenentzündung ist beträchtlich. Die „echte Grippe" wird durch Influenzaviren verursacht, gegen die eine Grippeimpfung schützen kann. Da jedes Jahr unterschiedliche Influenzaviren im Umlauf sind und die Impfung eine zeitlich begrenzte Wirksamkeit hat, wird der Impfstoff alljährlich neu an die zirkulierenden Influenza-Virusstämme angepasst.


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