Supermarkt-Kassiererinnen in Innsbruck überfallen: drei Jahre Haft

Ein Supermarkt im Innsbrucker Stadtteil St. Nikolaus war im September Schauplatz eines Überfalles. Der bewaffnete Täter bedrohte die Kassiererinnen und flüchtete mit 960 Euro Beute. Jetzt wurde er verurteilt.

Landesgericht Innsbruck.
© TT/Thomas Böhm

Innsbruck — Im September waren Streifenwagen morgens zu einem Supermarkt im Innsbrucker Stadtteil St. Nikolaus gerast. Ein Kunde hatte dort erst seelenruhig Einkäufe auf das Kassenförderband gelegt und dann eine der Kassiererinnen plötzlich mit einer Waffe bedroht. „Hör auf zu kassieren, mach die Kassa auf und gib mir das Geld!", schrie der Bewaffnete die Frau an. Diese war darauf so erschrocken, dass sie im Moment nicht einmal mehr fähig war, die Kassenlade zu öffnen. Das erledigte darauf die Filialleiterin für die Bedrohte — und war im selben Moment selbst zum Opfer des Supermarkt-Räubers geworden.

Nachdem wenig später auch die zweite Kasse geöffnet worden war, machte sich der Täter mit 960 Euro Beute aus dem Staub. Die Flucht war nicht von langer Dauer. Denn nachdem der 22-Jährige seine Gaspistole in den Inn geworfen hatte, wurde er zehn Minuten später auch schon verhaftet. Gestern am Landesgericht wurden die Raubopfer getrennt von dem einst Drogensüchtigen einvernommen. Diesem ersparte ein umfassendes Geständnis letztlich eine allzu hohe Haftstrafe (bis 15 Jahre Haft drohten). Aus generalpräventiven Gründen ergingen nicht rechtskräftige drei Jahre Haft jedoch zur Gänze unbedingt. (fell)


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