„FreudeNow“: Neues Klassikfestival an der Galopprennbahn

Wo früher - und seltener: heute - Pferde um die Wette galoppierten, hält im Sommer 2020 ein neues Klassikfestival Einzug. „FreudeNow“ nennt sich die Open Air-Veranstaltung, ein Spiel mit dem Namen der Wiener Galopprennbahn Freudenau. Hier werden von 4. Juli bis 26. August etwa Richard Wagners „Der fliegende Holländer“ und Wolfgang Amadeus Mozarts „Die Zauberflöte“ als Eigenproduktionen gezeigt.

„Seit Sommer 2018 wird an dem Festival gearbeitet“, erläuterte der Intendant und künstlerische Leiter Ernst Theis am Montag. Ein klassisches Festival im Sommer habe in der Kulturstadt Wien bis dato gefehlt. Mit der neuen Veranstaltung wolle man sowohl Wiener als auch Touristen anlocken. An über 20 Spieltagen stehen neben Opernvorstellungen wie der Eigenproduktion „Two Very Special Friends“ über Giacomo Puccini und Franz Lehar oder „Operette Made in Austria“ von und mit Herbert Lippert und Ildiko Raimondi Shows des ungarischen Zirkus Recirquel auf dem Plan, außerdem wird Filmmusik mit Live-Orchester gespielt.

Ein Investment finanziert die Veranstaltung. „Ein Großteil des Kapitals kommt aus Ungarn“, erklärte Investorensprecher Balazs Fellegi. Trotzdem wolle man mit „FreudeNow“ ein internationales Festival auf die Beine stellen. Um eine Refinanzierung zu ermöglichen, wird vorausgedacht: „Wir planen für fünf Jahre“, sagte Fellegi. Im dritten Jahr solle sich das Festival finanziell stabilisieren. Karten sind ab 42 Euro erhältlich.

Besonders stolz ist das Veranstalter-Team auf die digitalen Features der Bühne. Statt traditioneller Ausstattung bilden sieben LED-Wände die Kulisse. „Wir wollen die Bühne so gestalten, dass sie wie ein Teil des historischen Areals wirkt“, sagte der technische Direktor Tamas Fazekas. In dem Historismus-Gebäude im zweiten Wiener Gemeindebezirk soll aber trotzdem „die Technologie des 21. Jahrhunderts“ zum Einsatz kommen.

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Das Publikum - für 2.500 Menschen ist Platz - wird teilweise auf der festen Tribüne der Galopprennbahn sitzen. An Schlechtwetter-Lösungen wird noch gefeilt. Fingerfood und Getränke werden an der „Papageno-Ecke“ verkauft, außerdem soll es eine Rooftop-Bar mit Blick auf das Festival geben. Wichtig ist den Veranstaltern die Nachhaltigkeit: „Es wird weniger Energie als bei traditionellen Technologien verbraucht“, stellte Fazekas fest, „wir versuchen, Abfall zu reduzieren und verwenden in der Gastronomie kein Plastik.“


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