Tiroler Skirenfahrerin Gritsch: Im Hubschrauber Schwung mitnehmen

Ein schnelles Foto mit den nach St. Moritz gereisten Fans ging sich noch aus, dann musste Skirennfahrerin Franziska Gritsch auch schon weg. ...

Für ein schnelles Foto blieb Zeit: Franziska Gritsch lachte und ihr Fanclub im Hintergrund jubelte noch lange nach dem Zieleinlauf.
© ÖSV/Riegler

Ein schnelles Foto mit den nach St. Moritz gereisten Fans ging sich noch aus, dann musste Skirennfahrerin Franziska Gritsch auch schon weg. Direkt von ihrem ersten Weltcuppodest (3./Parallel-Slalom) rannte die Ötztalerin zum Auto, das sie zu einem Hubschrauberlandeplatz brachte. „Wo ist meine Jacke?", drehte sich die 22-Jährige noch einmal suchend um, ehe sie kurz darauf auch schon mit sieben ihrer ÖSV-Kolleginnen abhob — zum heutigen Schauplatz im Weltcupkalender, im eine gute Hubschrauber-Flugstunde von St. Moritz entfernten Courchevel (FRA). Gritsch nahm den Stress locker: „Ach, jetzt kommen eh dann die Weihnachtsfeiertage, da wird schon ein bisschen Zeit bleiben, um mit der Familie zusammenzusitzen und auch zu feiern."

Ihren Schwung aus dem Parallel-Slalom will sie nun in den Riesentorlauf mitnehmen, die Kolleginnen versuchen indes, Fahrt aufzunehmen: Die Münsterin Eva-Maria Brem, 2015 Siegerin in Courchevel, war beim ersten Saisonbewerb in Killington als 16. Beste. „Der Riesentorlauf ist unsere schwächste Disziplin bislang. Da müssen wir ein bisschen aufholen", erklärte ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel am Rande der Rennen in St. Moritz. Ansonsten sei er aber sehr zufrieden mit den Damen: „Und das trotz Lazarett. Es läuft besser als erwartet. Die Frauen sind diejenigen, die uns im Nationencup vorne halten."

Während die Speed-Damen am Wochenende dann in Val d'Isere zwei Abfahrten (Samstag und Sonntag) bestreiten, sind die Männer indes in Südtirol im Einsatz (Super-G am Samstag, Abfahrt am Sonntag): Ab morgen geht es im Grödnertal mit dem ersten Training los. (sab)

Weltcup-Programm

Damen: Riesentorlauf in Courchevel Dienstag (10.30 Uhr und 13.30 Uhr/live ORF eins); ÖSV-Aufgebot: Eva-Maria Brem, Franziska Gritsch, Ricarda Haaser, Katharina Huber, Katharina Liensberger, Elisa Mörzinger, Ramona Siebenhofer, Katharina Truppe und Anna Veith.

Herren: Der in Val d'Isere abgesagte Riesentorlauf wird beim Weltcup-Wochenende in Hinter­stoder (OÖ) nachgetragen — am 1. März. Dort steht nun eine alpine Kombination am Freitag, ein Super-G am Samstag und der Riesentorlauf am Sonntag am Plan.


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