Schokodieb schlug zu: Bayerische Polizei stellte 380 Tafeln sicher

Nach dem Diebstahl von 20 Tafeln entdeckte die Polizei im Auto des 36-Jährige 360 weitere. Woher diese alle stammen, wird gerade ermittelt. Sollte der Mann jedoch keinen Nachweis liefern, wird die Schokolade gespendet.

Symbolbild.
© APA

Ein Dieb soll in Bayern 380 Tafeln Markenschokolade geklaut haben. Ein Ladendetektiv erwischte den Mann, als er in einem Supermarkt in Bruck in der Oberpfalz 20 Tafeln stibitzte. Im Auto des Mannes fand die Polizei 360 weitere Tafeln. „Wir gehen davon aus, dass er alles entwendet hat – aber haben keinen Hinweis, wo“, sagte der Leiter der Polizeistation Nittenau, Rainer Hirschmann, am Dienstag.

Ein Übersetzer, der bei der Vernehmung des Rumänen am Montag half, habe erzählt, dass die Markenprodukte in der Heimat des Mannes das Doppelte kosten. Der 36-Jährige behaupte, ein Bekannter habe ihm die Schokolade geschenkt. Dafür wolle er innerhalb von 14 Tagen einen Nachweis liefern.

Polizei reagierte auch mit Humor

Sollte das nicht gelingen, dürfen sich Kinder und Senioren freuen: „Der Mann hat schon eingewilligt, dass die Schokolade dann verwertet wird“, sagte Hirschmann. Die sichergestellten Tafeln sollen in dem Fall nach Absprache mit der Staatsanwaltschaft an Altenheime oder Jugendeinrichtungen gespendet werden.

Als Beweismittel hätten sie einen zu geringen Wert, erläuterte Hirschmann. Und für die Beamten kommen sie als Naschzeug nicht infrage: „360 Tafeln sind dann auch für uns zu viel“, scherzte Hirschmann. „Wir sind nur eine kleine Polizeistation.“ Außerdem gelte es im Jänner, Diät zu halten. (dpa)

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