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Handwerkskunst Krippenbau — eine gelebte Tradition in Imst

Handgeschnitzte Krippen, liebevoll aufgestellt, sind nicht nur in den Imster Haushalten eine wunderbare Tradition. In jeder Größe und zum Teil sehr alt stehen in ganz Imst bewundernswerte Exponate.

Die Ursulinenkrippe wird jedes Jahr im Museum im Ballhaus aufgestellt.
© MiB/Imst Tourismus

„Krippeleschaugn" ist ein wichtiger Teil unserer Weihnachtstradition und dafür bieten sich in Imst viele Gelegenheiten, sei es im Museum im Ballhaus, beim Krippenbauverein, in der Landeslehranstalt oder entlang des Krippenpfades. Die Ursprünge der heute in Tirol besonders liebevoll gepflegten Krippentradition gehen bis in die Zeit des Barock zurück, als die bunten Figuren die Bibelgeschichte rund um das Weihnachtsgeschehen wie eine „Theaterszene" erzählen sollten, da die Bevölkerung großteils weder lesen noch schreiben konnte und dadurch eine unmittelbare Teilhabe am Geschehen ermöglicht wurde.

Wer dem beleuchteten Krippenpfad folgt, den erwarten rund 30 handgeschnitzte Krippen — beginnend beim Kursraum des Krippenvereins im Weihnachtshaus über den Berglweg in die Oberstadt. Folgt man dem Imster Stern, so findet man die Krippen in allen Größen in Fenstern, Stadeln oder freistehend. Die Herbergssuche wird in Reliefs, Bretterfiguren, gefilzten Krippen, Motivkrippen, Schneekrippen und Hauskrippen dargestellt. Ebenso finden sich Krippen in der Johanneskirche, Kapuzinerkirche und Pfarrkirche. Der Krippenpfad wird vom Krippenbauverein Imst betreut und ist noch bis 6. Jänner aufgestellt und jeweils von 10 bis 23 Uhr beleuchtet.

Wertvolle Ursulinenkrippe

Ein jährlich wiederkehrendes Highlight ist die Weihnachtsausstellung im Museum im Ballhaus mit Krippendarstellungen u. a. von Thomas Walch aus der Sammlung des Museums, und vor allem der barocken Ursulinenkrippe mit ihren über 200 gekleideten Figuren. So genannte „gekleidete" Krippen sind typisch für die Zeit des Barock und zudem die älteste Form der Krippe, welche man ursprünglich nur in Kirchen aufstellte — in Tirol ab dem frühen 17. Jahrhundert. Die um 1790 im Innsbrucker Ursulinenkloster hergestellte Ursulinenkrippe mit ihren 239 erhaltenen Figuren ist eine besondere Kostbarkeit. Damals fertigten Ordensfrauen die Krippenfiguren wie Gliederpuppen: Als Körper diente ein Holzstück, Arme und Beine bestanden aus Draht, darüber wurden Gewänder gezogen; lediglich Hände und Füße wurden aus Holz geschnitzt, die Köpfe aus Wachs abgeformt. In aufwändiger Handarbeit wurden die Kleider aus den Resten wertvoller Stoffe genäht und mit Perlen, Pailletten, Borten, Spitzen und Stickereien liebevoll verziert. Sehr viele der Gewänder sind hier noch im barocken Originalzustand erhalten.

Die „fremden" Begleiter der Könige sowie die zahlreichen Engel mit ihren original erhaltenen Frisuren, Kopfbedeckungen und kostbaren Gewändern sind typische Zeugnisse echter barocker Volkskunst. Prunk und Pracht wurden bei diesen barocken Repräsentationskrippen besonders gut zum Ausdruck gebracht. Sie entstammten allerdings nicht dem Entwurf eines einzelnen Künstlers, sondern waren das Werk verschiedener, meist in Klöstern tätiger Handwerker.

Auch in der Landwirtschaftlichen Landeslehranstalt Imst kann man noch bis Ende Jänner Krippenbauten bewundern, die Schule ist zwischen 23. Dezember und 6. Jänner geschlossen.

Weihnachtsmarkt bis 23.12.

Der Imster Advent bietet noch bis zum 23. Dezember Gelegenheit für gesellige und besinnliche Stunden. Der Weihnachtsmarkt ist bis einschließlich 23. Dezember täglich geöffnet. Im Weihnachtshaus kann man bis zum 22. Dezember von Freitag bis Sonntag Handwerkskunst erwerben. Das Kindertheater, unterstützt von der Burgerworld Imst, spielt freitags und samstags bis zum 21. Dezember in der Kramergasse 13. Die Adventabende in der Pfarrkirche bieten nochmals am 18., 21. und 23. Dezember jeweils um 17 Uhr andächtige Stimmung mit musikalischer und narrativer Untermalung.

Carnegie Hall New York, Seoul Arts Center, Gewandhaus zu Leipzig - in der ganzen Welt ist Harmonic Brass zu Hause.
© Harmonic Brass

Harmonic Brass am 28. 12.

Harmonic Brass steht seit 1991 für großen, eleganten Blechbläserklang. Carnegie Hall New York, Seoul Arts Center, Gewandhaus zu Leipzig — in der ganzen Welt sind die vier Herren mit ihrer bezaubernden Dame zu Hause und gleichzeitig willkommen. „Akribisches Feilen an der Performance trifft auf barocke Lebensfreude", wie die Süddeutsche Zeitung schrieb. Diesen Genuss bereitet die Stadtgemeinde Imst und das Kulturreferat allen, die es hören wollen, am 28. Dezember um 20 Uhr im Stadtsaal.

Das 18. TschirgArt Jazzfestival findet vom 30.4. bis 9.5.2020 statt. Tickets gibt es bei oeticket und in allen Raikas.
© Dulfer/ACI

Tickets unterm Weihnachtsbaum

Das vom Art Club Imst veranstaltete 18. TschirgArt Jazzfestival vereint vom 30. 4. bis 9. 5. 2020 wieder Musik aus allen Richtungen: Candy Dulfer eröffnet das Festival, der australische Gitarrist und Sänger John Butler lädt zum exklusiven Solo-Abend, DDR-Rebell Wolf Biermann kommt mit dem neuen Zentralquartett, Bluatschink feiert das 30. Bestandsjubiläum und zum Abschluss geben sich Mother's Finest und Reinhold Bilgeri die Ehre. Tickets gibt es bei oeticket und in allen Raikas. www.artclubimst.at


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