Vermisste Vulkan-Opfer in Neuseeland wohl ins Meer gespült

Die neuseeländische Polizei geht davon aus, dass zwei Opfer des Vulkanausbruchs vor über einer Woche ins Meer gespült worden sind. Taucher suchen seit Tagen vergeblich nach den Leichen einer australischen Jugendlichen und eines neuseeländischen Reiseleiters. Offiziellen Angaben zufolge starben bei dem Vulkanausbruch mindestens 16 Menschen, die beiden Vermissten nicht eingerechnet.

Dass die beiden bisher nicht gefunden werden konnten, bedauere er zutiefst, sagte der stellvertretende Polizeipräsident Mike Clement am Mittwoch vor Reportern. „Ich bin der festen Überzeugung, dass die beiden Körper hinaus aufs Meer gespült worden sind. Aber ich kann nicht absolut sicher sein“, sagte Clement. „Wir haben nicht aufgegeben.“

Dutzende Menschen befanden sich am 9. Dezember auf einer Sightseeingtour auf der Vulkaninsel White Island, als es zu dem Ausbruch kam. Die Behörden gehen davon aus, dass neben den 16 getöteten Menschen auch die beiden Vermissten ums Leben gekommen sind. Am Tag nach dem Unglück hatte die Polizei eine Leiche im Wasser gesichtet, konnte diese aber nicht bergen.

14 Verletzte werden wegen teils schlimmer Verbrennungen in Krankenhäusern in Neuseeland behandelt, wie das dortige Gesundheitsministerium mitteilte. 13 Patienten seien nach Australien ausgeflogen worden.

Der Inselstaat Neuseeland liegt auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring, der geologisch aktivsten Zone der Erde. Der Vulkan auf White Island war seit einiger Zeit wieder verstärkt aktiv, trotzdem fuhren immer wieder Boote mit Ausflüglern dorthin.


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