Vier Gemeinden in Osttirol starten Anti-Plastik-Initiative

Prägraten, Virgen, Matrei und St. Jakob wollen Menschen motivieren, auf Plastik zu verzichten. Geschäfte und Vereine machen es vor.

Pioniere der Plastikvermeidung: Werner Hanser, Albin Mariacher, Gretl Wurnitsch, Beatrix Dichtl, Elke Obkircher und Aloisia Altstätter (v. l.) vertreten Geschäfte, Vereine und die Gemeinde Virgen.
© Sonnenregion Hohe Tauern

Von Catharina Oblasser

Virgen –Stofftaschen statt Einwegsackerln, Trinkhalme aus festem Papier statt aus Plastik, eine wiederverwendbare Jausenbox für die Zwischenmahlzeit – die Möglichkeiten, Plastik zu vermeiden, sind vielfältig. Die Sonnenregion Hohe Tauern mit den Gemeinden Prägraten, Virgen, Matrei und St. Jakob im Defereggen will möglichst viele Menschen dazu bewegen mitzumachen und hat die Initiative „Plastik? Denk nach!“ gestartet. „Wir wollen auf den hohen Plastikkonsum in der Gesellschaft aufmerksam machen und zum Nachdenken anregen“, nennt Nicole Suntinger, Managerin in der Sonnenregion, eines der Ziele. Aber es sollen auch ganz konkret Zeichen gesetzt werden.

In Virgen zum Beispiel haben sich Geschäftsleute, die Gemeinde und Vertreterinnen von Vereinen zusammengetan, um die Plastikvermeidung im Alltag vorzuleben. Mit dabei sind der örtliche Nahversorger Werner Hanser, Elke Obkircher vom Bauernladen Virgen, Beatrix Dichtl vom Keramikladen Dichtl, Bäcker Ernst Joast und Trafikant Dietmar Bacher. „Das Ziel ist, dass sich nach und nach weitere Betriebe und auch Gasthäuser an der Aktion beteiligen“, erklärt Suntinger.

Kinder der Neuen Mittelschule, der Volksschule und des Kindergartens Virgen tragen mit wiederverwendbaren Taschen zum Projekt bei.
© Sonnenregion Hohe Tauern

Ein erster Schritt kann sein, beim Einkaufen immer eine wiederverwendbare Stofftasche dabeizuhaben. Solche Taschen in hübschen Designs gibt es bereits: Kinder der Volksschule, der NMS und des Kindergartens in Virgen haben sie gemeinsam mit der Lebenshilfe in Matrei und dem Verein „Dienst am Menschen“ hergestellt und gestaltet. Die Taschen sind in den teilnehmenden Betrieben erhältlich.

Zum Beispiel beim Virger Kaufmann Werner Hanser. „Außerdem versuchen wir, möglichst viele regionale Produkte als offene Ware im Geschäft zu haben, zum Beispiel Äpfel oder Erdbeeren aus Osttirol. Damit vermeiden wir die Verpackungen, die beim Bezug über den Großhandel anfallen.“ Der Nahversorger hofft auf die Vorbildwirkung. „Wir wissen, das alles sind nur kleine Schritte“, meint Hanser. Aber das Thema sei sehr wichtig.

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Die Sonnenregion Hohe Tauern ist eine Klima- und Energiemodellregion. Sie treibt Projekte und Aktionen für den Klimaschutz in Osttirol voran. (TT, co)


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