Hotel Jungbrunn in Tannheim eröffnet „Hoamatl“ für Mitarbeiter

Drittes Mitarbeiterhaus des Hotel Jungbrunn kann von der Crew bezogen werden. Die Hälfte des Personals kommt aus Deutschland.

BM Markus Eberle (l.) nutzte den Rundgang durch das Haus auch zum Smalltalk mit Hotelchef Marcel Gutheinz (r.).
© Tschol

Von Simone Tschol

Tannheim –Während die einen händeringend nach Fachkräften suchen, sind andere in der glücklichen Lage, diese Sorgen nicht teilen zu müssen. Sie investieren stattdessen viel Geld, um dem Personal höchsten Komfort zu bieten.

Nach nur sieben Monaten Bauzeit wurde gestern in Tannheim das neue, inzwischen dritte Mitarbeiterhaus des „Hotel Jungbrunn – der Gutzeitort“ eingeweiht. „Uns ist wichtig, dass unsere Mitarbeiter sich wohl fühlen. Menschen, die Freude bei der Arbeit haben, sind erfolgreich und motiviert“, ist Hotelchef Marcel Gutheinz überzeugt.

Die Einweihung des Mitarbeiterhauses war Familiensache: Oliver Lippe­l mit Frau Andrea Gutheinz, Hoteldirektor Bert Willkomm, Pater Luis Guthein­z, Ulrika, Marcel und Markus Gutheinz (v.  l.).
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Insgesamt 31 Wohneinheiten mit 29,5 m² für Einzelpersonen und 45 m² für Paare wurden nur einen Steinwurf vom Hotel entfernt geschaffen. „Wir haben einige Monate hinter uns, die nicht ganz einfach waren. 2019 war ein großes Baujahr für uns. Umso mehr freut es mich, dass im Hotel schon vieles fertig ist und nun auch das neue Mitarbeiterhaus von der Crew bezogen werden kann“, ließ Hotelchef Marcel Gutheinz bei der Einweihung wissen und fügte hinzu: „Das Haus trägt nicht umsonst den Namen ,Hoamatl‘. Hier sollen unsere Mitarbeiter eine Heimat auf Zeit finden.“

Dass das Hotel von allen Mitarbeiterunterkünften zu Fuß oder per E-Mobil erreichbar ist, war Gutheinz besonders wichtig: „So entlasten wir auch die Anrainer.“

150 Personen umfasst die Jungbrunn-Crew im Moment. Rund 50 Prozent der Angestellten kommen aus Deutschland, weitere 20 Prozent aus Österreich, und der Rest verteilt sich auf diverse andere Staaten. Über einen Mangel an Fachkräften kann Gutheinz nicht klagen. „Wir haben vor allem im Bereich der Abteilungsleiter und deren Stellvertreter Leute, die schon viele Jahre bei uns sind. Sie bilden die Konstante. Im Bereich Service und Küche gibt es mehr Wechsel, aber das ist ganz normal. Auch wenn es mehr Zeit kostet, neues Personal einzuweisen, bringt dieses doch auch immer wieder neue Ideen ins Haus“, ist Gutheinz überzeugt.

Das Hotel, dessen Historie auf die 1957 gegründete „Skiwasser-Hütte“ an der ersten Liftstation Tannheims zurückgeht, wurde kontinuierlich ausgebaut und umfasst heute 81 Zimmer in verschiedenen Kategorien. Die Auslastung im Ganzjahresbetrieb liegt bei über 90 Prozent.

Die Einweihung des „Hoamat­l“ wurde zum familieninternen Fest. Da durfte auch Pater Luis Gutheinz, der Onkel von Seniorchef Markus Gutheinz, nicht fehlen. Der seit vielen Jahrzehnten in Taiwan tätige Missionar ließ es sich nicht nehmen, die Räumlichkeiten persönlich zu segnen: „Ich versprenge das Weihwasser, so weit ich kann. Das soll ja ein gutes Haus werden.“


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