„Weihnacht in Tirol“: Hirten geben sich in Rinn wieder die Ehre

In Rinn ist heute Reimmichls „Tiroler Hirtenspiel“ zu erleben – nach 20 Jahren Pause und in derselben Besetzung wie 1999.

Dieselben Hirtenspieler, die schon 1989 und 1999 im Einsatz waren, agieren heute Abend unter der Regie von Bernhard Triendl (r.).
© Lisa Klingler

Von Michael Domanig

Rinn –An weihnachtlichen Aufführungen herrscht dieser Tage wahrlich kein Mangel. Doch das, was man am heutigen Freitag um 19 Uhr beim Musikpavillon in Rinn erleben kann, ist etwas ganz Besonderes. Zu sehen ist das Tiroler Hirtenspiel aus dem Volksbuch „Weihnacht in Tirol“ von Sebastian Rieger vulgo Reimmichl (1867–1953).

1968 hatte der damalige Volksschuldirektor Franz Klingler dieses Stück erstmals nach Rinn gebracht und gemeinsam mit Schülern, Sängern und Musikanten aufgeführt. Das war gleichzeitig auch die Geburtsstunde der legendären Rinner Volksmusikanten sowie des Rinner Männerchors.

Nach einer weiteren Aufführung Ende der 70er-Jahre, wiederum mit Volksschülern, versuchten sich 1989 Mitglieder der Jungbauernschaft Rinn am Hirtenspiel. 1999 nahmen sie das Stück in der gleichen Besetzung wieder auf. Und jetzt, 20 Jahre danach, ist es erneut so weit: Dieselben, mittlerweile gereiften Spieler führen das Hirtenspiel ein weiteres Mal auf – diesmal unter der Regie von Bernhard Triendl.

Reimmichls ursprünglich im Osttiroler Dialekt verfasste Knittelverse seien dafür in die hiesige Mundart übertragen worden, erzählt Triendl, eine Herausforderung bleibe der Text für die Laienspieler trotzdem. Unter den Hirten finden sich mit Bürgermeister Herbert Schafferer oder Florian Kiechl, Geschäftsführer der Kommunalbetriebe Rinn GmbH, übrigens bekannte Namen. Der Eintritt zur heutigen – einzigen! – Aufführung ist kostenlos, freiwillige Spenden gehen an Licht ins Dunkel – Soforthilfe Tirol.


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