Operation Aderlass: Anklage gegen deutschen Dopingarzt erhoben

Neben dem Mediziner müssen sich auch vier seiner Helfer vor Gericht verantworten. Der Vorwurf: Gewerbsmäßige Anwendung von Dopingmethoden sowie Körperverletzung.

(Symbolbild)
© Thomas Böhm

München – Wie die Staatsanwaltschaft München am Donnerstag mitteilte, wurde vergangene Woche gegen den Erfurter Sportarzt Mark S. und seine vier Helfer Anklage „wegen gewerbsmäßiger und teilweise bandenmäßiger Anwendung verbotener Dopingmethoden sowie der Beihilfe hierzu“ erhoben. Der Mediziner, der sich seit Ende Februar in Untersuchungshaft befindet, muss sich darüber hinaus wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung verantworten.

Der Haupt-Angeklagte soll seit spätestens 2011 von Erfurt aus regelmäßig Blutdoping betrieben haben. Zu seinen Kunden hätten vor allem Athleten aus dem Winter- und dem Radsport gezählt.

Durch die Ermittlungen der „Operation Aderlass“ wurde bekannt, dass 23 Sportler aus acht europäischen Ländern Blutdoping an sich durchführen ließen. Unter anderen auch die österreichischen Athleten Stefan Denifl, Georg Preidler (beide Radsport), Max Hauke, Dominik Baldauf und Johannes Dürr (alle Langlauf). (TT.com)


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