Flotter Micra mit flinker Automatik

Neuer Motor – und nun auch mit Automatik-Option: Dieser Nissan Micra könnte vielen gefallen.

Der neue Micra gehört zu den Schönheiten seiner Klasse. Mit seinen dynamischen Linien sieht er gar nicht mehr nach Kleinwagen aus.
© Fellner Reinhard

Innsbruck –Bei der neuesten Modellgeneration des Micra vollzog Nissan – seiner Design­philosophie folgend – einen radikalen Wechsel. Weg von der Putzigkeit, hin zu coolem Design. Scharfe Linien, Scheinwerfer und Konturen zielten bewusst auf eine trendbewusste Klientel. Völlig veränderte Proportionen schufen so ein fast schon coupéhaftes Kleid.

Die optische Moderne geht innen weiter. Die getestete Variante N-Connecta führte die Außenfarbe „Passion Red“ im Innenraum mit einer überaus geschmackvollen Einrichtung fort. Von wegen Kleinwagen: So ist beispielsweise das gesamte Armaturenbrett farblich eigenständig gehalten.

Dazu kommen nette Details, wie Bose-Lautsprecher in den Kopfstützen (zusammen mit dem Winterpaket gerade 650 Euro) oder das stylisch beleuchtete Ablagefach in der Mittelkonsole. Zu einer neuen Fahrzeuggeneration gehört natürlich auch eine aktuelle Multimediaeinheit. Da zog Nissan 2019 nochmals alle Register. Das im Testwagen serienmäßig verbaute Nissan-Connect-System ist über den ergonomisch platzierten Sieben-Zoll-Berührungsbildschirm gut zu bedienen und verfügt über eine USB-, AUX- und Bluetooth-Schnittstelle sowie Sprachsteuerung. Musikgenuss per Handy ist also Programm. Dazu sind Smartphone-Anbindungen wie Apple-CarPlay oder Android nutzbar. In der Zusammenschau sieht da nicht nur vom Außenkleid, sondern vor allem von den inneren Werten her so mancher Kleinwagenkonkurrent verdammt alt aus.

Speziell vorne fühlt sich der clever konstruierte Vier-Meter eher nach Kompaktklasse an. Vor allem Sitzposition und Ergonomie wirken erwachsen. Hinten heißt es für Großgewachsene aber die Beine einziehen. Dafür war ein Gepäckraum von 360 Litern noch vor wenigen Jahren ein Maß der Kompaktklasse. Motorisch legten die Japaner mit einem neuen Turbo-Einliter-Aggregat in zwei Leistungsstufen (100, 117 PS) nach.

Neu und besonders wichtig für Kunden der Kleinwagenklasse: Für einen Aufpreis von 1900 Euro lässt sich die 100-PS-Maschine an ein stufenloses Automatikgetriebe koppeln.

Ergebnis der Testfahrten vorweg: Die Automatik erledigt ihren Auftrag bravourös. Den Nissan-Ingenieuren ist es gelungen, die CVT-Automatik nahezu optional mit dem 100-PS-Benziner zu kombinieren. So surft man immer auf einer angenehmen Drehmomentwelle. In der Stadt kommt sogar das Gefühl der Spritzigkeit auf. Was aber vor allem zählt, ist die totale Entspannung, die beim Fahren mit dem quirligen Automatik-Micra aufkommt.

Speziell in der Stadt könnte das jene Einfachheit beim Fahren sein, die viele suchen: Reinsetzen, starten, fahren, Spaß haben. Ein herrliches Auto für die Stadt also. Aber auch über Land und auf der Autobahn erfreut der Automatik-Micra. Schaffte es Nissan doch, das ansonsten typische Aufheulen von stufenlosen Automaten bei steigender Last dem eigenen CVT-Getriebe weitgehend auszumerzen. Schon ab 17.119 Euro kann der Spaß losgehen. (fell)

Die Technik

Motor: Dreizylinder-Benziner

Hubraum: 999 ccm

Drehmoment: 144 Nm bei 2000 U/min

Leistung: 74 kW/100 PS/L/B/H: 3999/1935/1455 mm

Gewicht: 1155/1555 kg

Kofferraumvolumen: 360 — 1004 l

Tankinhalt: 41 l

Höchstgeschwindigkeit: 177 km/h

0 — 100 km/h: 13,0 Sekunden

Verbrauch: 6,1 l/100 Kilometer

Kraftübertragung: Frontantrieb

Preis: (xtronic, visia plus) 17.119 Euro

CO2-Emission: 139 g/km


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