Schweizer AKW Mühleberg stillgelegt

Mit der Stilllegung des Schweizer AKW Mühleberg leistet die Betreiberin BKW Energie AG „Pionierarbeit“. Das betonte die BKW-Chefin Suzanne Thoma am Freitag in Mühleberg. Wichtig sei, dass die BKW den Stilllegungsentscheid frühzeitig - im Jahr 2013 - gefällt habe, sagte Thoma. So habe das Unternehmen genügend Zeit gehabt, um die Stilllegung gründlich zu planen.

„Und die Behörden hatten genügend Zeit, dieses hochkomplexe und anspruchsvolle Projekt zu prüfen.“ Technisch gesehen sei die Abschaltung von Mühleberg keine Pionierleistung, räumte Thoma ein. Es befänden sich ja schon viele Atomkraftwerke im Rückbau. „Aber wir bauen erstmals ein AKW im schweizerischen Kontext zurück.“ Deshalb handle es sich um eine Pionierleistung für die BKW und auch für Verwaltung und Behörden.

Mit der Abschaltung des AKW Mühleberg reduziert sich die Stromproduktion der BKW um ein Viertel und halbiert sich im Schweizer Kanton Bern. Die Stilllegung sei ein Element des Wandels der BKW von einem Energieunternehmen zu einem internationalen Energie- und Infrastrukturdienstleistungs-Unternehmen, sagte Thoma. Ausgehend von ihren Kompetenzen im Energiebereich biete die BKW heute europaweit auch Netz-, Infrastruktur- und Gebäudetechnik-Dienstleistungen an.

So sei die BKW in den vergangenen Jahren auf rund 10.000 Mitarbeitende angewachsen, von denen die Mehrheit im Dienstleistungsgeschäft tätig sei, hieß es in einem Communiqué.

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