Fremdwährungskredite gehen weiter zurück, noch 34,6 Mrd. aushaftend

Seit dem Verbot neuer Kredite in Fremdwährungen 2008 sind fast drei Viertel abgebaut worden. Private Haushalte halten nun noch Fremdwährungskredite im Gegenwert von 13,78 Mrd. Euro.

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© Erwin Wodicka

Wien – Im dritten Quartal 2019 wurden weitere Kredite in Fremdwährungen im Wert von 470 Mio. Euro abgebaut. Seitdem 2008 die Aufnahme neuer Kredite in Schweizer Franken, japanischen Yen und anderen Fremdwährungen verboten wurde, ist das aushaftende Volumen um 34,38 Mrd. Euro oder 73,6 Prozent zurückgegangen, teilte die Finanzmarktaufsicht (FMA) am Freitag mit.

Private Haushalte halten nun noch Fremdwährungskredite im Gegenwert von 13,78 Mrd. Euro, das sind 8,7 Prozent aller aushaftenden Kredite. 2006, als Fremdwährungskredite am Höchststand waren, beliefen sich noch ein Drittel aller Haushaltskredite auf andere Währungen als den Euro. Unverändert dominiert der Schweizer Franken (96 Prozent der Fremdwährungskredite) und der japanische Yen (praktisch der ganze Rest).

Wie riskant Schulden in Schweizer Franken sind, bekamen Österreicher, die sich 2008 zu einem Frankenkredit entschieden, hart zu spüren: Alleine durch die Aufwertung des Franken seither müssen sie – noch ohne Zinsen – für einen Kredit über 100.000 Euro 152.500 Euro zurückzahlen.


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