Heim-Europameisterschaft findet ohne Schwazer Handballer Spendier statt

Bittere Diagnose: Nach einem doppelten Bänderriss im Knöchel fällt Schwaz-Spieler Sebastian Spendier für die Handball-Heim-EURO 2020 aus.

Armin Hochleitner (l.) und Schwaz-Kapitän Alexander Wanitschek trainieren mit dem Nationalteam, ihre EM-Chancen sind jedoch gering.
© ÖHB

Von Benjamin Kiechl

Schwaz – „Das geht sich leider nicht mehr aus“, erzählt ein hörbar enttäuschter Sebastian Spendier am Telefon. Der 23-jährige Rückraumspieler von Sparkasse Schwaz Handball Tirol knickte vergangene Woche im spusu-Liga-Spiel gegen Linz um und konnte nicht weiterspielen. Nach einer MRT-Untersuchung folgte die bittere Diagnose: doppelter Bänderriss sowie ein Bändereinriss im Knöchel, mindestens vier Wochen Pause. Damit ist der Zug für die Heim-EURO (ab 10. Jänner, gemeinsam mit Norwegen und Schweden) abgefahren.

„Ich hätte gerne auf sportlichem Weg um einen Platz im EM-Team gekämpft. So ein Turnier in der Heimat gibt es nur einmal in der Karriere“, sagt der Kärntner, der zuletzt im Oktober ins Nationalteam unter Coach Ales Pajovic einberufen wurde. In den Testspielen in Graz gegen Serbien und die Niederlande kam er jedoch nicht zum Einsatz. „Ich will bis zum Rückrunden-Start in der spusu-Liga wieder fit sein“, erklärt Spendier kämpferisch. In der Bonusrunde (ab 1. Februar) hat er mit den Schwazern im Frühling noch viel vor.

Vorerst keine Weihnachtsruhe gibt es hingegen für Armin Hochleitner (25) und Alexander Wanitschek (29). Die Tiroler trainieren noch bis Sonntag mit dem Nationalteam in Schielleiten (Stmk.) und wollen noch ein EM-Ticket ergattern. „Es müsste jemand wie Sebastian Frimmel ausfallen, damit es klappt. Ich sehe das realistisch“, erklärt Linksaußen Wanitschek. Nachsatz: „Wenn mich der Trainer bei der EM braucht, bin ich bereit!“


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