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Die Zukunft des Bauens ist digital

Building Information Modeling — kurz BIM — bezeichnet eine integrale Planungsmethode im Bauwesen. Die Idee dazu ist nicht neu: Das Grundkonzept existiert schon seit den 70er-Jahren. Heute ist BIM in aller Munde, denn die Vorteile für die Praxis liegen auf der Hand.

BIM macht jeden Bauprozess noch kostensicherer, transparenter und terminsicherer.
© Adobe Stock/Funtap

Sämtliche Bauprozesse werden dank BIM digital erfasst, kombiniert und vernetzt. Die Koordination der einzelnen Gewerke ist effizienter und die Kommunikation stark verbessert. Alle Beteiligten greifen immer auf die aktuellsten Daten zu - das verkürzt die Planung, verbessert die Qualität und reduziert Fehlerquellen. Ganz nach dem Motto „build digitally first" wird das Bauwerk vor der Realisierung als Modell im Rechner gebaut.

"Eines der Ziele von BIM ist eine integrierte, partnerschaftliche Arbeitsweise über den gesamten Lebenszyklus von Bauwerken. Die Kommunikation aller Beteiligten ist durch ein zielorientiertes Miteinander geprägt." - Bmstr. Dipl.-Ing. Adriane Gasteiger
© Alex Gretter

„Mithilfe eines digitalen Zwillings erkennt man problematische Situationen vor dem eigentlichen Baustart und kann sie vorab lösen", so Bmstr. Dipl.-Ing. Adriane Gasteiger, die in der Praxis seit Jahren auf die digitale Planungsmethode setzt: „Es gibt verschiedene Arten, BIM umzusetzen. Im Gegensatz zum „Open BIM" mit klassischen Schnittstellen-Herausforderungen arbeiten wir mit unseren Fachplanern auf einem Terminalserver. Auf dieser Plattform sind immer die aktuellsten Unterlagen, Daten und Modelle aller Beteiligten zu finden und können zeitgleich bearbeitet werden." Der lückenlose Informationsaustausch punktet mit zahlreichen Vorteilen: Änderungen können in kürzester Zeit über alle Gewerke umgesetzt werden und die verbesserte Kommunikation eliminiert Missverständnisse.

Virtuelle Gebäudebesichtigung. Anschauliche 3D-Pläne machen die Vorteile der Digitalisierung am Bau für Auftraggeber nachvollziehbar. Durch die Möglichkeit, Objekte bereits während der Planungsphase zu „betreten", wird die Digitalisierung für viele Bauherren greifbar. Mit Virtual Reality Brillen können sie in die spätere Gebäudenutzung eintauchen und die Gestaltung von Räumen samt Innenausstattung optimieren. Von der Bodenstruktur über die Raumhöhe bis zum Lichteinfall - was früher am Plan schwer vorstellbar war, kann nun mit wenigen Mausklicks geändert werden.

„3D-Abbildungen bieten Bauherren nicht nur die Möglichkeit, ihr Gebäude vor dem Baustart zu besichtigen, sondern vereinfachen zudem die Komplexität des gesamten Planungs- und Bauprozesses immens", betont Bmstr. Dipl.-Ing. Adriane Gasteiger. Auch in Sachen Effizienzsteigerung sieht die Expertin einen großen Vorteil: „Mit BIM können wir die Synergien ideal nutzen. Statiker, Haustechniker und andere Projektbeteiligte können das bestehende Architekten-Modell direkt verwenden und sparen dadurch jede Menge Zeit."


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