Kombinierer Rehrl im Ramsau-Aufgalopp mit starkem Sprung

Alle elf angetretenen Österreicher haben sich am Freitag im provisorischen Wettkampfdurchgang für den Weltcupbewerb der Nordischen Kombination am Samstag in Ramsau qualifiziert. Bestplatzierter Athlet des ÖSV-Teams war Lokalmatador Franz-Josef Rehrl mit 100,0 m als Fünfter. „Die Landung war bei dem glatten Aufsprungbereich nicht einfach“, sagte der 26-Jährige, der mit Mühe einen Sturz verhinderte.

Die Norweger Jörgen Graabak und Jarl Magnus Riiber, die Tages-Besten, landeten bei 95,5 bzw. 93 m. Sie verdankten ihre Spitzenränge den Pluspunkten für kürzeren Anlauf und Rückenwind. Bei Rehrl und dem viertplatzierten Norweger Jens Luraas Oftebro hatte zuvor noch geringer Aufwind geherrscht.

Dritter war mit der Tageshöchstweite von 100,5 m der Japaner Yoshito Watabe. Dieses Klassement wird herangezogen, falls am Samstag oder Sonntag kein Springen möglich sein sollte. Rehrl würde dann mit 23 Sekunden Rückstand in den 10-km-Langlauf starten. Nächste Österreicher waren Martin Fritz als Zehnter (91,5 m) unmittelbar vor Philipp Orter (94). Lukas Greiderer (89) folgte an der 16. Stelle und Junioren-Weltmeister Johannes Lamparter (90) war 18. Auch die drei Athleten der von Neo-Coach Wilhelm Denifl betreuten nationalen Gruppe sicherten sich Plätze unter den besten 50.

Die Wetterbedingungen stellten die Veranstalter in Ramsau erneut vor große Herausforderungen. Mussten im Vorjahr riesige Schneemengen bewältigt werden, so fraß diesmal der Föhn den Schnee am Fuße des Dachsteins weg. An der Schanze wurde die ganze Nacht gearbeitet, sie präsentierte sich am Freitag in sehr gutem Zustand. Die neue 2,5-km-Laufstrecke liegt neben der Schanze zum Teil im Schatten, doch auch hier sind Arbeiten nötig. Um die Loipe zu schonen, wurde die Trainingszeit reduziert.


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