Italiens Lega macht Druck bei EU: Fahrverbote in Tirol „diskriminierend“

. Die Tiroler Winter-Fahrverbote seien ein „harter Schlag“ für die italienische Wirtschaft, argumentiert die Lega. „Wir sind besorgt. Daher fordern wir, dass die EU Maßnahmen ergreift.“

Italiens Verkehrsministerin will gegen Fahrverbote in Tirol vorgehen.
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Innsbruck, Rom – EU-Parlamentarier der italienischen Rechtspartei Lega machen Druck auf die EU-Kommission, damit sie sich „dringend“ mit der Frage der Tiroler Fahrverbote befasse. Die Tiroler Winter-Fahrverbote seien ein „harter Schlag“ für die italienische Wirtschaft, da diese den Transport italienischer Waren in Richtung Deutschland und Nordeuropa stark bremsen.

Die Einführung der Tiroler Winter-Fahrverbote sei eine „diskriminierende Maßnahme“, hieß es im Schreiben der EU-Parlamentarier der Lega, Marco Campomenosi und Paolo Borchia, beide Mitglieder der Verkehrskommission des EU-Parlaments.

„Wir sind besorgt. Daher fordern wir, dass die EU Maßnahmen ergreift. Wir haben in einem Brief die neue EU-Verkehrskommissarin Adina Valean aufgefordert, so rasch wie möglich eine Lösung zum Schutz italienischer Interessen zu finden“, betonten die Lega-Parlamentarier.

Ab Samstag werden in Tirol erneut Fahrverbote auf dem niederrangigen Straßennetz für Durchreisende gelten, um den Stau-Ausweichverkehr zu unterbinden. Bestimmte Straßen werden damit bis Ostermontag, dem 13. April 2020, an Samstagen, Sonn- und Feiertagen für „Stauflüchtlinge“ gesperrt. Mit Jahresanfang wird es außerdem ein verschärftes Sektorales Lkw-Fahrverbot geben. (APA)


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