Mild und nass: Kaum Chancen auf weiße Weihnachten in Tirol

Regentropfen statt Schneeflocken in Tirol: An den Weihnachtstagen macht Frau Holle heuer Pause. In den Tälern gehen die Chancen auf Schnee gegen Null, stattdessen gibt es nasse Füße im Regen.

Die Pankrazbergkirche bei Fügen: Recht viel mehr Schnee wird es zu Weihnachten auch hier nicht geben.
© Leserfoto Stefan Absenger

Innsbruck – Wer sich Schnee gewünscht hat, wird vom Christkind heuer wohl enttäuscht. Zumindest im Flachland stehen die Chancen auf weiße Weihnachten denkbar schlecht. Hoffnung auf Bescherung im Schnee besteht für alle, die in den Nordalpen oberhalb von 800 bis 1100 Metern, in Osttirol oder in manchen Tälern Oberkärntens die Feiertage verbringen.

Am Montag hängen die Wolken tief über Tirol. Häufig regnet und schneit es auch. Größere Neuschneemengen sind vom Paznaun über die Arlbergregion und entlang der Nordalpen zu erwarten, die Schneefallgrenze liegt bei etwa 800 Metern.

Der Heilige Abend startet in Tirol trocken, ehe sich von Westen her neuerlich Regen und Schneefall an der Alpennordseite ausbreiten. Die Luft ist aber deutlich milder, die Schneefallgrenze steigt auf 1000 bis 1700 Meter an. Im Osten Österreichs regnet es am Nachmittag ab und zu ein bisschen. Im Süden bleibt es trocken, die Sonne zeigt sich sogar. Die Höchstwerte liegen in Tirol zwischen 2 und 7 Grad, in Teilen Österreichs sogar bei bis zu 12 Grad.

Schneeflocken am Christtag, Sonne zum Stefanitag

„Erst in der Christnacht sinkt sie mit Eintreffen einer Kaltfront an der Alpennordseite wieder bis in viele Täler“, sagt Manfred Spatzierer, Chefmeteorologe der Unwetterzentrale. Vom Bregenzerwald bis zum Mariazellerland schneit es damit, unterhalb von 1000 bis 600 Metern regnet es. Im Donauraum und im Nordosten scheint zwischen einzelnen Regenschauern dagegen ab und zu die Sonne. Von Kärnten bis ins Südburgenland überwiegt der Sonnenschein. Der Wind weht kräftig, die Höchsttemperaturen liegen bei 2 Grad in höher gelegenen Täler, 7 Grad in Tirol und bis zu 11 Grad im Grazer Becken.

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Mild, trocken, zeitweise sogar sonnig: So sehen derzeit die Aussichten für den Stefanitag aus. „Ein paar Sonnenstunden kann man also auf dem Weg zu Verwandten oder bei einem Weihnachtsspaziergang genießen, ab und zu schieben sich jedoch auch ausgedehnte Wolken einer Warmfront vor die Sonne“, prognostiziert Spatzierer. Dazu passen die wenig frostigen Temperaturen: In Tirol sind 5 bis 8 Grad zu erwarten. (smo)


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