Drei Tote bei Unwettern in Italien, Hochwasser in Venedig

In ganz Italien gibt es derzeit starke Niederschläge. Ein Autofahrer wurde in Neapel von einem Baum erschlagen. Bei Florenz stürzte ein Motorradlenker in einen Fluss.

Mitte November wurde Venedig von einem Jahrhunderhocheasser heimgesucht.
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Rom – Heftige Niederschläge, Schnee und starker Wind haben in Italien am Wochenende drei Personen das Leben gekostet. Unweit von Florenz fiel ein Motorradfahrer aus noch nicht geklärten Gründen in den Fluss Saterno. Seine Leiche wurde von den Feuerwehrleuten geborgen.

Ein Autofahrer wurde bei Pordenone in Kärntens Nachbarregion Friaul-Julisch Venetien getötet, als er mit seinem Wagen auf eine überflutete, für den Verkehr gesperrte Straße fuhr, wie italienische Medien berichteten. Der Mann hatte zuvor die Feuerwehr angerufen und um Hilfe gebeten. Als die Feuerwehreinheiten den Ort erreichten, war er mit dem Auto von den Fluten weggerissen worden.

Pegel in Venedig bei 130 Zentimetern

In ganz Italien gibt es derzeit starke Niederschläge. Ein 62-jähriger Autofahrer wurde in Neapel von einem Baum erschlagen, der wegen heftiger Sturmböen auf das Fahrzeug fiel. Bei dem Opfer handelt es sich um einen marokkanischen Kaufmann. Die ganze Region Kampanien mit der Hauptstadt Neapel ist wurde von einem Sturm heimgesucht. In der süditalienischen Provinz Salerno saßen 200 Gäste eines Hochzeitsempfangs in einem Hotel fest, nachdem ein Erdrutsch die Straße blockiert hatte, die zur kleinen Ortschaft Cetara führt.

In Venedig erreichte das Hochwasser am Sonntag 130 Zentimeter. Damit ist ein Großteil des Stadtkerns wieder überschwemmt. Die Flutwelle hatte am Samstag den Eingang der Markusbasilika erreicht. Erdrutsche und Überschwemmungen wurden vor allem in Ligurien und Piemont gemeldet. Heftige Niederschläge und Winde machten am Sonntagfrüh auch der Toskana und der Hauptstadt Rom zu schaffen. Im Raum von Florenz trat der Fluss Sieve über die Ufer. (APA)


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